UN-Generalsekretär „zutiefst besorgt“ über Gewalt in Mali
New York, den 28. April /QNA/ UN-Generalsekretär Antonio Guterres bestätigte, dass er die Lage in Mali aufmerksam verfolgt, und äußerte sich zutiefst besorgt über die Anschläge an mehreren Orten im ganzen Land.
Der UN-Generalsekretär verurteilte die Gewalt in Mali aufs Schärfste und betonte die Notwendigkeit, Zivilisten und zivile Infrastruktur zu schützen, wie UN-Sprecher Stephane Dujarric in einer Pressekonferenz erklärte.
Dujarric fügte hinzu, dass der Generalsekretär „koordinierte internationale Unterstützung“ forderte, „um der sich entwickelnden Bedrohung durch gewalttätigen Extremismus und Terrorismus in der Sahelzone zu begegnen und dringende humanitäre Bedürfnisse zu decken“. In der Erklärung hieß es weiter, dass Guterres „seinen Aufruf zu einer robusten Sicherheitskoordination und Zusammenarbeit in der gesamten Region bekräftigt“.
Auf humanitärer Ebene sagte der UN-Sprecher, die Lage in Mali sei weiterhin ernst, bedingt durch eskalierende Unsicherheit, Blockaden und Zugangsbeschränkungen.
Vor dieser jüngsten Krise benötigten etwa 6,4 Millionen Menschen in Mali humanitäre Hilfe, während 1,5 Millionen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen waren, fügte Dujarric hinzu.
Er betonte, dass die Hilfsmaßnahmen zudem dramatisch unterfinanziert seien: Der mit 578 Millionen US-Dollar veranschlagte Plan für humanitäre Bedürfnisse und Hilfsmaßnahmen sei erst zu 13 % finanziert, was bedeute, dass lediglich 76 Millionen US-Dollar auf dem Konto seien.
Die malische Regierung hatte zuvor den Tod von Verteidigungsminister Sadio Camara bei einem Angriff auf seine Residenz bekannt gegeben. Dieser ereignete sich zeitgleich mit Angriffen bewaffneter Gruppen auf mehrere militärische und zivile Einrichtungen im Land, darunter auch die Hauptstadt Bamako, bei denen es zu Toten und Verletzten kam.
Englisch
Français
Deutsch
Español