QM-Chefin: "Katars Mode- und Handwerksrat" gegründet
Doha, den 26. Oktober /QNA/ Einen Katarischen Rat für Mode und Handwerk hat die Vorsitzende des Kuratoriums von Qatar Museums, I.E. Scheicha Al Mayassa bint Hamad Al Thani, ins Leben gerufen – auf Initiative der Kreativzentren und als gemeinsames Werk von öffentlichem und privatem Sektor. Als Beratungsgremium soll es die strategischen Prioritäten beider Branchen mitbestimmen, neue Investitionspartnerschaften anstoßen und Talenten aus Katar und der Region den Zugang zu globalen Märkten erleichtern.
Katar besitze alles, was es brauche, um die kreativen Industrien anzuführen, betonte Scheicha Al Mayassa in der Sitzung „Investitionen in Kunst und Zivilisation“ des 9. Weltinvestitionsforums 2026: eine moderne Infrastruktur, Museen, die Generationen inspirieren, Kreativität nähren und Wege zum Lernen und zur Begegnung mit der Welt bahnen, und dazu einen Reichtum an schöpferischen Menschen und vielversprechenden Talenten.
An Investoren und Leiter von Institutionen richtete sie den Appell, Investitionspartnerschaften zu knüpfen, die kreative Vorhaben tragen und Produktionsketten wachsen lassen; Investitionen in heimische Talente, gab sie zu bedenken, verlangten Geduld, um diese zu entdecken und zu fördern, öffneten aber neue Räume für Produktion und Innovation und erneuerten die kulturelle Identität.
„Kreative Industrien zu errichten, bereichert die nationale Wirtschaft und eröffnet neue Horizonte des Dialogs zwischen den Völkern“, sagte Scheicha Al Mayassa. „Die Zukunft, die wir suchen, gründet auf einer Wirtschaft, die Innovation anführt und in deren Mitte immer der Mensch steht – mit seiner Kultur, seinen Begabungen und seinen Hoffnungen.“
Gewöhnlich wende sich der Blick, wenn von Investitionen in die Zukunft die Rede sei, der Technologie und der Infrastruktur zu, fügte sie hinzu; ihrem Wesen nach beginne die Zukunft jedoch beim Menschen und seiner Fähigkeit, Neues zu schaffen.
Der Staat Katar sei überzeugt, dass wahre Entwicklung aus einem bergenden und inspirierenden Umfeld erwachse, in dem Menschen lernen, schaffen und gedeihen können, hob sie hervor – ein Gedanke, den die Nationale Vision Katar 2030 verkörpere.
Investitionen in Kultur, Kunst, Erbe und Kreativität seien eine nachhaltige Wette auf das menschliche Kapital und zugleich ein lebendiger Wirtschaftszweig, erläuterte Scheicha Al Mayassa; über mehr als zwei Jahrzehnte habe Katar ein umfassendes und ehrgeiziges kulturelles Gefüge errichtet, dessen Spuren in der nationalen Wirtschaft längst greifbar seien.
Arabische Exzellenz in Film, Fotografie, Mode, Design, Medienproduktion und darstellender Kunst habe der Staat beheimatet, führte sie aus; am deutlichsten zeige sich dieser Weg in Mode und Handwerk, in denen ererbte Kunstfertigkeit und zeitgenössische Kreativität zu Werken verschmelzen, die auf den Weltmärkten bestehen.
Mit zahlreichen Initiativen habe Qatar Museums diesen Kurs verankert – mit den Liwan Studios, mit Fashion Trust Arabia und mit dem Zentrum M7, das jährlich rund 200 Designerinnen, Designern und Kunstschaffenden Rat und Unterstützung gewährt; Werke aus Katar und der Region seien heute in Museen der Welt zu sehen, und Entwürfe katarischer und arabischer Kreativer hätten internationale Märkte erobert.
Rund 7.000 Vollzeitstellen trage Qatar Museums derzeit, betonte sie, und nach Daten der Qatar University hätten 40 Prozent der Studierenden Interesse an kreativem Unternehmertum bekundet – ein ermutigendes Zeichen für Investoren, die diesen Sektor fördern wollen.
Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wachse das Gewicht kreativer Fähigkeiten und schöpferischer Kraft in den Berufen von morgen, gab Scheicha Al Mayassa zu bedenken; Talent allein trage jedoch keinen nachhaltigen Sektor, denn Kreative brauchten Finanzierung, Begleitung und Netzwerke für Produktion und Vertrieb – weshalb Kulturinstitutionen und Privatwirtschaft einander ergänzen müssten.
Noah Horowitz, Geschäftsführer der Art Basel, nannte Investitionen in Kunst und Kultur einen Grundpfeiler für Innovation und eine nachhaltige Kreativwirtschaft und würdigte die strategische Partnerschaft mit Katar, seine Zukunftsvision und seine hochentwickelte Infrastruktur.
Auf die Leistungsfähigkeit seiner modernen Infrastruktur und seine weitreichende Vision gründe sich die Wahl Katars zum regionalen Partner, erläuterte Horowitz; über Jahrzehnte habe das Land ein Gefüge zur Förderung von Innovation und Kultur errichtet, und nun müsse die Kreativwirtschaft in echte Arbeitsplätze und dauerhafte Projekte münden.
Die großen Investitionen Katars in Architektur und Infrastruktur würden sich, so sagte er voraus, auf kulturelle Inkubatoren ausweiten und die Kreativwirtschaft befähigen, den Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz und neuer Technologien zu begegnen.
Die mit dem Preis von Fashion Trust Arabia ausgezeichnete Designerin Yasmin Mansour lobte das hohe Niveau der Infrastruktur und des Kultursektors in Katar und betonte, die Beständigkeit von Projekten und Institutionen mit langem Atem sei eine Säule kultureller Entwicklung.
„Qatar Museums und der Kultursektor haben durch strategische Planung über Jahrzehnte außergewöhnliche Wege und Initiativen geschaffen“, sagte sie, und verwies auf den Erfolg der vergangenen Art Basel und die Vorbereitungen auf eine zweite Ausgabe, die das heimische Kunst- und Kulturgefüge weiter stärken soll.
Die kulturelle Bewegung in Katar erfahre Unterstützung und Fürsorge auf allen Ebenen, hob Mansour hervor; im Zusammenspiel von moderner Infrastruktur, Technik und großen Museumsprojekten zeige sich eine ehrgeizige kulturelle Vision für die Zukunft.
Ihr zufolge soll die Zusammenarbeit mit den Kulturinstitutionen Katars fortgesetzt werden, um der katarischen Jugend vielversprechende Chancen zu eröffnen und Katar als kulturellen Leuchtturm und zivilisatorischen Strahlpunkt für den Nahen Osten und Nordafrika zu festigen – auf dass immer mehr Menschen an der wachsenden kulturellen Dynamik teilhaben und das Land seinen Rang als einflussreiche Kulturmacht in der Welt ausbaut.
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