Arabische Liga fordert Schließung der UNRWA-Finanzierungslücke
Kairo, den 20. Juli /QNA/ Mehr als 100 Millionen Dollar fehlen der UNRWA in ihrem Haushalt. Was zunächst nach einer nüchternen Finanzierungslücke klingt, hat unmittelbare Folgen für palästinensische Flüchtlinge: medizinische Versorgung wird schwieriger, Bildungsangebote geraten unter Druck, und eine ohnehin fragile humanitäre Infrastruktur droht weiter geschwächt zu werden.
Vor diesem Hintergrund hat die Arabische Liga die Geberstaaten aufgefordert, ihrer finanziellen Verantwortung gegenüber dem UN-Hilfswerk nachzukommen. Generalsekretär Nabil Fahmy äußerte sich bei einem Treffen mit Ahmed Abu Holi, dem Leiter der Flüchtlingsabteilung und Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation, in Kairo.
Besondere Dringlichkeit erhält die Forderung durch die Lage im Gazastreifen. Dort habe die Kriegskatastrophe eine Bevölkerung getroffen, deren überwiegender Teil aus palästinensischen Flüchtlingen bestehe. Gerade unter diesen Bedingungen komme der UNRWA eine Rolle zu, die durch andere Institutionen kaum ersetzt werden könne.
Nicht allein um Geld geht es indes in der Auseinandersetzung. Fahmy warnte zugleich vor Versuchen, das Mandat des Hilfswerks auszuhöhlen, sein Ansehen systematisch zu beschädigen und seine Tätigkeit in den besetzten palästinensischen Gebieten einzuschränken. Die Schließung von UNRWA-Büros in Ost-Jerusalem sei Ausdruck dieser Entwicklung.
Das auf der Resolution 302 der UN-Generalversammlung von 1949 beruhende Mandat müsse bewahrt werden. Denn die Existenz des Hilfswerks steht aus Sicht der Arabischen Liga nicht nur für humanitäre Unterstützung, sondern ebenso für die fortbestehende internationale Anerkennung der palästinensischen Flüchtlingsfrage.
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