QRCS und britische Botschaft schließen Kooperationsvereinbarung
Doha, den 01. August / QNA / Menschen, die aus einem Kriegsgebiet evakuiert wurden, benötigen mehr als Unterkunft und medizinische Erstversorgung. Traumatische Erfahrungen, der Verlust von Angehörigen und die Ungewissheit über die eigene Zukunft wirken oft lange fort. Deshalb führen der Katarische Rote Halbmond (QRCS) und die britische Botschaft in Doha ihre psychosozialen Unterstützungsangebote für palästinensische Familien fort, die aus Gaza evakuiert wurden und derzeit in Katar leben.
Eine neue Kooperationsvereinbarung bildet die Grundlage für die dritte Phase des gemeinsamen Projekts. Bis zum Ende des ersten Quartals 2027 sollen jene Familien begleitet werden, die aus dem Gazastreifen evakuiert und in Katar aufgenommen wurden.
Für den Katarischen Roten Halbmond unterzeichnete der amtierende Generalsekretär Abdullah Sultan Al Qattan die Vereinbarung. Die britische Seite wurde durch Botschafter Neerav Patel vertreten.
„Nach zwei Phasen der unmittelbaren Krisenbewältigung geht es nun darum, nachhaltige Perspektiven zu schaffen. Wir wollen nicht nur kurzfristig helfen, sondern Menschen zur Selbstständigkeit befähigen, belastbare Institutionen entwickeln und Kompetenzen aufbauen, die langfristig vor Ort erhalten bleiben“, sagte Mohammed Bader Al Sada, Assistent des QRCS-Generalsekretärs für humanitäre Hilfe und internationale Entwicklung.
Psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung seien keine ergänzenden Leistungen, sondern tragende Säulen humanitärer Hilfe, so Herr Al Sada weiter.
Ihm zufolge gehe die Verantwortung über die unmittelbare Nothilfe hinaus. Sie umfasse auch die langfristige Begleitung der Menschen auf ihrem Weg zu neuer Sicherheit, neuem Selbstvertrauen und neuer Hoffnung.
Botschafter Patel erklärte, die Partnerschaft habe den in Katar lebenden palästinensischen Familien während der vergangenen beiden Jahre wichtige psychologische und psychosoziale Unterstützung geboten. Dazu hätten sichere Räume, therapeutische Angebote und Maßnahmen zur Stärkung der Gemeinschaft gehört.
Wie er endlich ausführte, sehe die dritte Phase sowohl die weitere Begleitung der betroffenen Familien als auch den Aufbau langfristig tragfähiger Strukturen vor. Dazu gehörten Programme zur psychologischen Ersten Hilfe und schulische Angebote zur psychischen Gesundheit. Lehrkräfte und junge Menschen sollten dadurch Kompetenzen erwerben, die ihnen helfen könnten, ihre Resilienz und ihr seelisches Wohlbefinden nachhaltig zu festigen.
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