G20-Gipfel in Johannesburg... Neue wirtschaftliche Wege für internationale Beziehungen
Doha, den 22. November /QNA/ Alle Augen richten sich heute auf Südafrika, das seine Vorbereitungen für die Ausrichtung des G20-Gipfels der Staats- und Regierungschefs in der Wirtschaftsmetropole Johannesburg über zwei Tage abgeschlossen hat. Johannesburg wird damit die erste afrikanische Stadt, die dieses hochrangige Treffen ausrichtet, bei dem Entscheidungen getroffen werden, die Wege und die Zukunft der globalen Wirtschaft mitgestalten.
Seit ihrem ersten Gipfel 2008 in Washington wurden die G20-Gipfel in europäischen, asiatischen und amerikanischen Hauptstädten abgehalten. Doch Südafrika übernahm am 1. Dezember letzten Jahres den Vorsitz der Gruppe, was es zum ersten afrikanischen Land in dieser Position machte. Das südafrikanische Kabinett äußerte seine Zufriedenheit über die Vorbereitungen für die Ausrichtung des Gipfels und erklärte, dass es zuversichtlich sei, dass das Land dieses globale Ereignis erfolgreich ausrichten werde.
Die Afrikanische Union würdigte ebenfalls die Übernahme des G20-Vorsitzes durch Südafrika und betrachtete die erstmalige Ausrichtung des Gipfels auf afrikanischem Boden als qualitativen Wandel in der Vertretung des globalen Südens innerhalb der internationalen Großbündnisse. Eine offizielle Mitteilung der Kommission bestätigte, dass Südafrika als Vorsitzender
Der Gipfel steht unter dem Motto "Solidarität, Gleichheit und Nachhaltigkeit" und konzentriert sich auf drei Hauptsäulen, die mit den Prioritäten Südafrikas übereinstimmen: umfassendes Wirtschaftswachstum und Industrialisierung zur Verringerung von Ungleichheiten, Ernährungssicherheit angesichts von Dürre und Kriegen sowie künstliche Intelligenz und digitale Governance für nachhaltige Entwicklung. Das Motto spiegelt einen bemerkenswerten Wandel in der Sichtweise der G20 wider, die lange Zeit mit den großen Wirtschaftseliten in Verbindung gebracht wurde, als Vorbereitung darauf, humanitären und entwicklungspolitischen Fragen Vorrang einzuräumen.
Es wird erwartet, dass die teilnehmenden Gipfelteilnehmer Reformen der Welthandelsorganisation (WTO) fordern und eine größere Finanzierung des gerechten Übergangs zu sauberer Energie im globalen Süden, der trotz geringer Emissionen die Hauptlast des Klimawandels trägt, unterstützen. Die Staats- und Regierungschefs werden zudem afrikanische Schulden und Handelskooperationen diskutieren, mit Forderungen nach Rechenschaftsmechanismen, um die Umsetzung früherer Versprechen sicherzustellen, die oft nur auf dem Papier geblieben sind.
Begleitend oder im Vorfeld des Gipfels finden Nebenveranstaltungen wie der Jugendlingsgipfel, der Wirtschaftsgipfel und der Sozialgipfel statt, die Tausende von Teilnehmern zusammenbringen und Südafrikas Engagement hervorheben, den Gipfel "volksnah" zu gestalten, mit einem besonderen Fokus auf afrikanische Jugendliche als treibende Kraft des Wandels.
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