Bei 81.UNGA: EAA kämpft für den Schutz von Bildung
New York, den 27. September /QNA/ Wenn Kriege, Katastrophen oder andere Krisen den Alltag von Gesellschaften erschüttern, gehört Bildung häufig zu den ersten Bereichen, die unterbrochen werden. Die Stiftung Education Above All, eine der weltweit größten Organisationen für Bildung und Entwicklung, hat deshalb im Rahmen der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York ihre Rolle bei der internationalen Debatte über den Schutz von Bildung hervorgehoben.
Dabei ging es nicht nur darum, Bildungsangebote in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten. Die Stiftung stellte zugleich ihren Ansatz vor, mit innovativen Finanzierungsmodellen zusätzliche Mittel für den Bildungssektor zu mobilisieren.
Vom 21. bis 24. September beteiligte sich die Stiftung an insgesamt neun hochrangigen Veranstaltungen und Gesprächsformaten, die Vertreter von Regierungen, UN-Organisationen, Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen, philanthropischen Einrichtungen, Unternehmen und humanitären Organisationen zusammenführten. Im Zentrum der Beratungen stand die Frage, wie der Zugang zu Bildung für Kinder, die von Konflikten, Vertreibung und anderen Krisen betroffen sind, geschützt und zugleich die Finanzierung so ausgeweitet werden könne, dass sie nicht nur den Schulbesuch aufnehmen, sondern ihre Bildung auch dauerhaft fortsetzen könnten.
Der EAA-CEO, Mohammed Saad Al Kubaisi, nahm an zwei Veranstaltungen im Rahmen des Jahrestreffens der Clinton Global Initiative 2026 teil und brachte dort die Perspektiven der Stiftung in die übergeordneten Debatten über Bildung und Entwicklung ein.
Auch der Exekutivdirektor des EAA-Programms Educate A Child, Dr. Said Yasin, beteiligte sich an einer von Opportunity International ausgerichteten Sitzung unter dem Titel „Why Non-Grant Capital is Important“. Erörtert wurde dabei, inwieweit nicht auf Zuschüssen basierende Finanzierungsformen die klassische Entwicklungsfinanzierung ergänzen und zusätzliche Investitionen zugunsten bislang unzureichend erreichter Lernender erschließen können.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die innovative Bildungsfinanzierung. Gemeinsam mit SEEK Development initiierte EAA eine Fachrunde, an der bilaterale Geber, philanthropische Stiftungen sowie multilaterale Institutionen aus den Bereichen Bildungs- und Entwicklungsfinanzierung teilnahmen.
Der Senior Manager für Partnerschaften bei EAA, Dr. Ali Ansari, brachte sich in die Beratungen über Mischfinanzierungsinstrumente, Garantien, Bildungsanleihen, ergebnisorientierte Finanzierungsmodelle und schuldenbezogene Mechanismen ein. Im Vordergrund stand dabei deren Potenzial, über herkömmliche Finanzierungswege hinaus zusätzliche Ressourcen für Bildung zu mobilisieren.
Darüber hinaus nahm Ansari an der gemeinsam von der International Finance Facility for Education (IFFEd) und der Jacobs Foundation veranstalteten Sitzung „Beyond Grants: Unlocking Philanthropy's Capital for Education“ teil. Die Beratungen gingen der Frage nach, wie philanthropisches Kapital mithilfe eines breiteren Spektrums an Finanzierungsinstrumenten die traditionelle Zuschussfinanzierung ergänzen und dadurch zusätzliche Investitionen in Bildung und Kompetenzentwicklung ermöglichen könne.
Al Kubaisi wertete die 81. UN-Generalversammlung als eine wichtige Plattform, um nachdrücklich auf zwei eng miteinander verknüpfte Herausforderungen hinzuweisen: zum einen auf die dringende Notwendigkeit, Bildung gerade dann zu schützen, wenn Kinder besonders gefährdet seien, zum anderen auf bestehende Finanzierungsengpässe, die Millionen von Kindern daran hinderten, überhaupt eine Schule zu besuchen oder ihre Bildung kontinuierlich fortzusetzen.
„Der Schutz von Bildung in Krisenzeiten und die Finanzierung ihrer Zukunft sind untrennbar miteinander verbunden. Wir müssen Partnerschaften stärken, innovative Kapitalformen mobilisieren und dafür sorgen, dass Kindern, die von Konflikten, Vertreibung und Armut betroffen sind, ihr Recht auf Bildung nicht vorenthalten wird“, sagte Al Kubaisi.
Die breite Zusammensetzung des Teilnehmerkreises, der von Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen und Partnern aus dem Umfeld der OECD über UN- und humanitäre Organisationen bis hin zu philanthropischen Einrichtungen, Unternehmen und technischen Fachleuten reichte, verdeutlichte zugleich, welch wachsende Bedeutung einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit bei der Bewältigung der bestehenden Herausforderungen zukommt.
Mit ihrer Beteiligung an der 81. UN-Generalversammlung trieb Education Above All schließlich ihre Bemühungen voran, Bildung auch unter Krisenbedingungen wirksam zu schützen, humanitäre Maßnahmen zu stärken und neue Finanzierungsquellen zu erschließen. Zugleich arbeitete die Stiftung daran, tragfähige Investitionsmodelle weiterzuentwickeln, die insbesondere jene Kinder und Jugendlichen erreichen sollen, denen besonders hohe Hürden den Zugang zu Bildung erschweren.
Englisch
Français
Deutsch
Español
русский
हिंदी
اردو