Qatar Foundation bringt katarische Perspektiven in internationale Debatten über Bildung, Gesundheit und KI ein
New York, den 26. September /QNA/ Die Qatar Foundation für Bildung, Wissenschaft und gesellschaftliche Entwicklung hat im Rahmen ihrer Teilnahme an einer Reihe von Veranstaltungen und Dialogformaten am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York ihren Beitrag zu internationalen Debatten über Bildung, globale Gesundheit, die Führungsrolle junger Menschen, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz herausgestellt.
Pädagogen, Wissenschaftler und Politikexperten aus verschiedenen Einrichtungen der Stiftung beteiligten sich an internationalen Diskussionsforen, in denen zentrale Herausforderungen der Gegenwart erörtert und zugleich Erfahrungen und Perspektiven aus Katar eingebracht wurden, die Impulse für die Gestaltung einer inklusiveren, widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Zukunft geben sollen.
In diesem Zusammenhang trug der World Innovation Summit for Education (WISE), die globale Bildungsinitiative der Qatar Foundation, dazu bei, den Austausch über die Zukunft von Bildung, Innovation und Kompetenzentwicklung weiter voranzubringen. In Gesprächen mit internationalen Partnern, politischen Entscheidungsträgern und führenden Bildungseinrichtungen wurden darüber hinaus neue Kooperationsmöglichkeiten mit Akteuren ausgelotet, die an der künftigen Ausrichtung des Lernens auf globaler Ebene mitwirken.
Bei ihrer Teilnahme am „Future of Education Forum“ hob die Geschäftsführerin von WISE, Dr. Asyia Kazmi, hervor, dass die Vermittlung grundlegender Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen nach wie vor zu den größten Herausforderungen im Bildungswesen gehöre. Um hier nachhaltige Fortschritte zu erzielen, bedürfe es politischen Willens, gezielter Anstrengungen und eines Unterrichts, der auf einem soliden pädagogischen Fundament aufbaue. Fehlten Kindern diese grundlegenden Fähigkeiten, blieben ihnen spätere Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten vielfach verschlossen, weshalb deren Vermittlung eine Priorität darstelle, die nicht vernachlässigt werden dürfe.
Auch die stärkere Einbindung junger Menschen bildete einen Schwerpunkt der Aktivitäten. Botschafter des QatarDebate-Zentrums nahmen am „Concordia Annual Summit 2026“ teil, wo sie Fragen der Jugenddiplomatie, der Führungsrolle von Frauen sowie der mit neuen Technologien verbundenen Herausforderungen diskutierten. Damit unterstrich die Qatar Foundation ihr Bestreben, jungen Menschen eine aktivere Rolle im internationalen Dialog und in Entscheidungsprozessen zu eröffnen.
Ali Al Mawlawi, Botschafter des QatarDebate-Zentrums, wirkte an einer Sitzung unter dem Titel „Von den Führungskräften von morgen zu den Entscheidungsträgern von heute: Jugendliche am Tisch der Diplomatie“ mit. Scheicha Noor Mohammed Al Thani, ebenfalls Botschafterin des Zentrums, moderierte unter Beteiligung internationaler Persönlichkeiten eine Diskussionsrunde über weibliche Führung angesichts der gegenwärtigen globalen Herausforderungen.
Scheicha Al Anoud Hamad Al Thani wiederum befasste sich in einer Fachsitzung mit der Frage, wie künstliche Intelligenz zur Stärkung von Rechenschaftspflicht und Friedensförderung eingesetzt werden könne. Dabei verwies sie auf die Notwendigkeit, den Einsatz dieser Technologie so auszugestalten, dass er sowohl zu größerer Transparenz als auch zu besseren Entscheidungsprozessen beitrage.
Um zugleich die kulturelle Dimension von Innovation und Entwicklung stärker in den Mittelpunkt zu rücken, veranstaltete die Qatar Foundation im „Goals House“ in New York einen Dialog unter dem Titel „Wo das Erbe der Vergangenheit auf den Geist der Zukunft trifft“. Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Beitrag kulturelles Erbe und über Generationen weitergegebenes Wissen zur Bewältigung heutiger globaler Herausforderungen leisten können, insbesondere in den Bereichen Bildung und Nachhaltigkeit.
Mashael Mahna Al Naimi, Programmbeauftragter am Policy Center der Qatar Foundation, machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass Traditionen als über lange Zeit gewachsene Wissenssysteme zu verstehen seien, aus denen sich wertvolle Erkenntnisse für den Umgang mit gegenwärtigen Herausforderungen gewinnen ließen. Tradition dürfe deshalb keineswegs als Gegenpol zu Innovation betrachtet werden, sondern könne vielmehr deren Grundlage bilden.
Mohammed Ahmed Al Shaabi, Direktor der zur Qatar Foundation gehörenden Schule „Academyati“, unterstrich seinerseits die Bedeutung einer ausgewogenen Verbindung internationaler Erfahrungen mit den Bedürfnissen der jeweiligen Gemeinschaft und deren kulturellen Wertvorstellungen. Auf diese Weise ließen sich sinnstiftende Lernerfahrungen schaffen, die einerseits die Bindung der Schülerinnen und Schüler an ihre kulturelle Identität festigten und sie andererseits auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiteten.
Gesundheit und gesellschaftliche Inklusion waren ebenfalls wichtige Bestandteile der Agenda. Im Rahmen der UN-Generalversammlung stand der erste Jahrestag der 2025 gegründeten Global Autism Coalition im Mittelpunkt. Die Koalition wurde von der Qatar Foundation gemeinsam mit Autism Speaks und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) sowie mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen.
Dabei zog die Allianz Bilanz über ihr erstes Jahr und stellte die bislang erzielten Fortschritte vor. Gleichzeitig wurden neue Initiativen auf den Weg gebracht, mit denen die Kompetenzentwicklung und Innovation ebenso gestärkt werden sollen wie die Zusammenarbeit bei Politikgestaltung, Inklusion und regionaler Umsetzung. Damit verfolgt die Allianz das Ziel, evidenzbasierte Lösungsansätze in größerem Umfang nutzbar zu machen und Menschen mit Autismus weltweit stärker zu unterstützen.
Mit ihrer Beteiligung an den Veranstaltungen rund um die Generalversammlung der Vereinten Nationen bekräftigte die Qatar Foundation schließlich ihren Anspruch, auch künftig aktiv zu internationalen Debatten beizutragen und Partnerschaften weiterzuentwickeln, die auf die Bewältigung globaler Herausforderungen und die Förderung einer nachhaltigen menschlichen Entwicklung ausgerichtet sind.
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