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Ministerpräsident und Außenminister: Katar geht gestärkt aus Krisen hervor

Katar

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New York, den 20. September /QNA/ Seine Exzellenz der Ministerpräsident und Außenminister, Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, hat beim Qatar Economic Forum 2026 von Bloomberg am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Widerstandsfähigkeit des Landes hervorgehoben und betont, dass Katar aus jeder Krise gestärkt hervorgegangen sei.

Unabhängig von den Belastungen des Krieges und der damit verbundenen Unsicherheit bleibe das zentrale Versprechen gegenüber der Bevölkerung unverändert, sagte der Regierungschef. Katar wolle gestärkt aus der gegenwärtigen Phase hervorgehen und seine Widerstandsfähigkeit für die Zukunft weiter ausbauen.

Die aktuelle regionale Krise, die er als ein „Erdbeben“ bezeichnete, habe die grundlegenden Strukturen des Landes auf die Probe gestellt. Betroffen gewesen seien insbesondere die Bereiche Sicherheit und Lieferketten. Dabei habe sich jedoch gezeigt, dass die in den vergangenen Jahren geschaffenen Fundamente tragfähig seien. Die aufgebauten Systeme hätten die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt und gleichzeitig zum Schutz der Bürger beigetragen.

Zugleich hätten die staatlichen Institutionen ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Finanzielle Unterstützungsmaßnahmen seien fortgesetzt worden, der Bankensektor habe seinen Betrieb uneingeschränkt aufrechterhalten und die Liquidität der Wirtschaft sei gesichert geblieben.

Seine Exzellenz verwies zudem auf die Rolle der Qatar Investment Authority, die ihre Aktivitäten auf den internationalen Märkten fortsetze. Der Staatsfonds habe die Aufgabe, die Einnahmequellen des Landes breiter aufzustellen und Wohlstand für kommende Generationen zu sichern.

Katar wolle, so Scheich Mohammed weiter, sicherstellen, dass die heutige Entwicklungsgeschichte auch künftig fortgeschrieben werden könne. Es gehe darum, ein nachhaltiges wirtschaftliches Erbe zu hinterlassen, das den nachfolgenden Generationen vergleichbare Chancen und Lebensbedingungen eröffne.

Auf die Frage nach den Auswirkungen rückläufiger Öl- und Gaseinnahmen auf die öffentlichen Finanzen verwies der Ministerpräsident auf die Transparenz der katarischen Politik. Diese Offenheit erwarte man auch von den internationalen Geschäftspartnern.

Zwar habe die Krise deutliche Auswirkungen auf Katar und die gesamte Region gehabt und die wirtschaftliche Aktivität spürbar belastet. Bei genauer Betrachtung handle es sich jedoch um vorübergehende Verwerfungen und nicht um strukturelle Probleme der Wirtschaft.

Entscheidend sei, dass das Land über ein belastbares Fundament verfüge, das sich in schwierigen Zeiten bewährt habe. Im Mittelpunkt stünden weiterhin die Prioritäten und Interessen der Bevölkerung.

Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani erinnerte in diesem Zusammenhang an prägende Stationen in der Entwicklung Katars. Als das Land vor Jahrzehnten auf die Nutzung seiner Erdgasvorkommen setzte, seien die Pläne vielerorts mit Skepsis betrachtet worden. Heute gehöre Katar zu den weltweit führenden Exporteuren von Flüssigerdgas.

Ähnlich seien auch die Reaktionen auf die Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft ausgefallen. Viele Beobachter hätten den Erfolg des Vorhabens infrage gestellt. Katar habe jedoch bewiesen, dass ambitionierte Ziele durch langfristige Planung und konsequente Umsetzung erreicht werden können.

„Die Geschichte Katars besteht darin, scheinbar Unmögliches möglich zu machen“, sagte Scheich Mohammed. Dieses Selbstverständnis präge auch den Umgang mit den gegenwärtigen Herausforderungen. Das Land sei in der Vergangenheit gestärkt aus Krisen hervorgegangen und sei überzeugt, dies erneut zu schaffen.

Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Seine Exzellenz zuversichtlich. Katar konzentriere sich darauf, die Grundlagen für eine neue Entwicklungsphase zu legen und die wirtschaftliche sowie institutionelle Stärke des Landes weiter auszubauen.

Spekulationen über eine Kürzung der Staatsausgaben um rund 30 Prozent wies Scheich Mohammed zurück. In diesem Zusammenhang seien teilweise missverständliche Informationen verbreitet worden.

Die vorgenommenen Einsparungen hätten sich auf laufende Betriebsausgaben beschränkt. Investitionsprojekte seien davon nicht betroffen gewesen. Ebenso unangetastet geblieben seien Ausgaben für Personal, Gehälter sowie Maßnahmen, die unmittelbar die Lebensbedingungen der Bürger betreffen.

Seinen Angaben zufolge liege der Schwerpunkt auf einer effizienten Haushaltsführung. Krisenzeiten böten zugleich die Möglichkeit, Einsparpotenziale zu identifizieren und Ressourcen gezielt auf strategisch wichtige Bereiche zu lenken.

Große Bedeutung misst Katar laut Seiner Exzellenz der Künstlichen Intelligenz bei. Wer Teil der technologischen Zukunft sein wolle, müsse bereits in einer frühen Entwicklungsphase präsent sein.

„Deshalb arbeiten wir eng mit Unternehmen und internationalen Partnern zusammen, um verantwortungsvolle Investitionen in diesem Bereich zu fördern“, unterstrich Scheich Mohammed. „Gleichzeitig treiben wir die Entwicklung geeigneter Rahmenbedingungen voran, die Innovation ermöglichen und zugleich Sicherheit gewährleisten.“

Künstliche Intelligenz biete enorme Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft, könne jedoch ebenso Risiken bergen. Deshalb sei ein verantwortungsvoller Umgang mit der Technologie erforderlich.

In diesem Zusammenhang ging Scheich Mohammed auf die Gründung einer nationalen Einrichtung für Künstliche Intelligenz ein. Diese soll die Entwicklung des Sektors koordinieren und Rahmenbedingungen schaffen, die Sicherheit gewährleisten und den Schutz gesellschaftlicher Interessen sowie der kulturellen Identität des Landes sicherstellen.

Mit Blick auf die Vermittlungsbemühungen Dohas betonte Seine Exzellenz, Katar bemühe sich darum, Friedensgespräche zu erleichtern und Kommunikationskanäle zwischen Konfliktparteien offenzuhalten.

Katar verstehe sich als Vermittler, der Gesprächsmöglichkeiten schafft und Kontakte aufrechterhält, die solange genutzt werden können, wie sie in Krisensituationen benötigt werden. Dieser Ansatz habe sich nach seinen Worten in zahlreichen Fällen als wirksam erwiesen.

Dabei gehe es nicht darum, Zustimmung für jede Form diplomatischer Kontakte zu gewinnen. Entscheidend sei vielmehr das Verständnis für deren Nutzen bei der Konfliktlösung und zur Schaffung von Verhandlungsmöglichkeiten.

Scheich Mohammed unterstrich zudem, dass Frieden weit mehr bedeute als die Unterzeichnung eines Abkommens. Nachhaltige Lösungen entstünden erst dann, wenn getroffene Vereinbarungen tatsächlich umgesetzt würden.

Betreffend die Entwicklungen im Gazastreifen thematisierte er bestehende Herausforderungen bei der Erfüllung vereinbarter Verpflichtungen und mahnte eine konsequente Umsetzung entsprechender Vereinbarungen an. Zugleich betonte er die Bedeutung humanitärer Hilfe sowie anhaltender diplomatischer Bemühungen.

Der Ministerpräsident zeigte sich dennoch überzeugt, dass Katar seinen Kurs fortsetzen werde. Die Priorität liege darauf, wirtschaftliche Stärke, institutionelle Belastbarkeit und internationale Partnerschaften weiter auszubauen, um die Voraussetzungen für die nächste Phase der Entwicklung des Landes zu schaffen.

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