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Ministerpräsident und Außenminister: „Doha Investment“ geht an den Start

Katar

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New York, den 20. September /QNA/ Seine Exzellenz der Ministerpräsident und Außenminister, Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, hat die Gründung der Investitionsplattform „Doha Investment“ bekannt gegeben. Die Plattform soll das inländische Anlageportfolio der Qatar Investment Authority verwalten und weiterentwickeln sowie die langfristige Wertschöpfung innerhalb der katarischen Volkswirtschaft beschleunigen.

In seiner Eröffnungsrede beim Qatar Economic Forum 2026 von Bloomberg, das am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen stattfand, erklärte der Ministerpräsident, Katar habe in den vergangenen drei Jahrzehnten eine Infrastruktur sowie Institutionen und Unternehmen von internationalem Rang aufgebaut. Nun gelte es, das Potenzial dieser tragenden Säulen umfassend auszuschöpfen und damit die nächste Phase der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes einzuleiten.

Die neue Plattform soll insbesondere dazu beitragen, die Beteiligung des Privatsektors auszuweiten und ihn zu einem wesentlichen Motor des Wirtschaftswachstums zu machen. Nach den Worten Seiner Exzellenz wird sie die leistungsfähigsten Unternehmen des Landes unterstützen, aufstrebenden Firmen neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen, die Kapitalmärkte vertiefen und internationales Kapital sowie ausländische Expertise für die wirtschaftlichen Vorhaben Katars mobilisieren.

Zugleich soll die Plattform die Qualität der Unternehmensführung erhöhen und den Aufbau spezialisierter Kompetenzen fördern. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit katarischer Unternehmen zu stärken und ihnen den Zugang zu regionalen und internationalen Märkten zu erleichtern. Der Erfolg der Plattform werde sich daran bemessen, inwieweit sie den Aufbau einer wettbewerbsfähigeren, widerstandsfähigeren und stärker diversifizierten Volkswirtschaft mit einem stärkeren Privatsektor unterstütze, sagte Scheich Mohammed.

Er führte aus, dass Katar in den kommenden fünf Jahren neue Infrastrukturvorhaben im Wert von rund 38,5 Milliarden US-Dollar ausschreiben wolle, darunter auch Projekte im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften. Die ersten Ausschreibungen sollen bereits in Kürze beginnen.

Gleichzeitig sollen weitere Vorhaben in den Bereichen Immobilien und Gastgewerbe private Investitionen von bis zu 22,5 Milliarden US-Dollar mobilisieren. Allein das Projekt „Simaisma Beach“ soll Investitionen von rund 5,8 Milliarden US-Dollar anziehen. Weitere Projekte würden zu gegebener Zeit angekündigt, fügte er hinzu.

Zusammengenommen eröffneten diese Vorhaben und Investitionsmöglichkeiten innerhalb der kommenden fünf Jahre ein Volumen von mehr als 60 Milliarden Dollar, hob der Ministerpräsident hervor.

Ziel sei es, staatliche Infrastrukturprojekte mit privatem Kapital und internationaler Expertise zu verbinden. Katar suche Partner, die nicht nur über technologische Innovationskraft und einen leistungsfähigen Marktzugang verfügten, sondern zugleich bereit seien, langfristige und belastbare Partnerschaften mit dem Land einzugehen.

Seine Exzellenz der Ministerpräsident und Außenminister betonte, Katar unterschätze die gegenwärtige Unsicherheit keineswegs. Das Land werde jedoch nicht zulassen, dass kurzfristige Verwerfungen seine langfristige strategische Ausrichtung bestimmten.

Durch seine Diplomatie arbeite Katar an der Festigung der regionalen Stabilität. Mit seinen Investitionen treibe es Reformen voran, erhöhe seine Widerstandsfähigkeit und schaffe neue Wachstumschancen.

Für Katar seien Diplomatie und wirtschaftliche Stabilität untrennbar miteinander verbunden. Diplomatisches Handeln schütze jene Rahmenbedingungen, unter denen Menschen Handel treiben, investieren und verlässlich für die Zukunft planen könnten.

Dauerhafte Sicherheit lasse sich weder durch wiederkehrende Kreisläufe aus Eskalation und Vergeltung noch durch Vereinbarungen schaffen, die einzelne Staaten dauerhaft dem Risiko der Unsicherheit aussetzten. Nachhaltige Stabilität könne vielmehr nur auf der Grundlage gegenseitiger Achtung, verlässlicher Institutionen und langfristiger Zusammenarbeit entstehen.

Mit Blick auf die gegenwärtige Krise in der Region erläuterte Scheich Mohammed, die Gespräche hätten zunächst stets Fragen der Sicherheit und der Deeskalation betroffen. Anschließend seien jedoch rasch die Energieversorgung, die internationalen Schifffahrtsrouten und die Zukunft bereits bestehender Investitionspläne in den Mittelpunkt gerückt.

Daran werde deutlich, wie eng sicherheitspolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Interessen miteinander verflochten seien. Die Region benötige deshalb einen Ordnungsrahmen, in dem der Grundsatz staatlicher Souveränität uneingeschränkt geachtet werde und kein Staat eine Bedrohung für einen anderen darstelle.

Katar werde sich auch künftig als verlässlicher Partner an Vermittlungsbemühungen beteiligen, als zuverlässiger Energielieferant auftreten und langfristige Investitionspartnerschaften eingehen, versicherte der Ministerpräsident.

Die Entwicklungen, welche die Region in der zurückliegenden Zeit erlebt habe, bezeichnete er als ein „Erdbeben“. Dessen Nachwirkungen seien weit über die Grenzen der unmittelbar betroffenen Gebiete hinaus spürbar geworden und hätten bisherige Annahmen über Sicherheit und Stabilität auf die Probe gestellt.

„Gemeinsam mit regionalen und internationalen Partnern haben wir daran gearbeitet, die Kommunikationskanäle offenzuhalten, Spannungen abzubauen und diplomatische Verständigungen zu unterstützen“, so Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani weiter.

Ihm zufolge habe Katar frühzeitig erkannt, dass wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit nicht erst in einer Krise geschaffen werden könne. Voraussetzung dafür seien Vorsorge, leistungsfähige Institutionen, eine gut ausgebaute Infrastruktur und verlässliche Partnerschaften, die bereits im Vorfeld einer Krise etabliert werden müssten.

Die jüngste Krise habe diese Grundlagen einem Belastungstest unterzogen. Wirtschaftliche Tätigkeiten seien beeinträchtigt worden, während zugleich die Kosten gestiegen seien. Dennoch habe das katarische Finanzsystem seine Funktionsfähigkeit bewahrt, und auch die Unternehmen des Landes hätten ihre Aufgaben weiterhin erfüllt.

Diese Widerstandskraft sei das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung und vorausschauender Planung unter der Führung und gemäß der strategischen Vision von Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, sagte der Ministerpräsident.

Ministerpräsident und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani resümierte, die wirtschaftlichen Grundlagen Katars seien weiterhin solide. Die Erweiterung des North Field werde die Position des Landes als verlässlicher Energielieferant stärken und zugleich die wirtschaftliche Diversifizierung vorantreiben. Energie sei Katars Stärke, Diversifizierung der Schlüssel zu seiner Widerstandsfähigkeit und Technologie seine Zukunft.

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