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Katar richtet MWC26 Doha und ITU-Konferenz parallel aus

Technologie

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Doha, den 31. August /QNA/ Katar setzt seinen Kurs fort, sich als internationales Zentrum für digitale Transformation und Telekommunikation zu positionieren. Das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie bereitet derzeit die zweite Ausgabe des MWC26 Doha vor, die zeitgleich mit der Plenipotentiary Conference 2026 (PP-26) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) stattfinden wird.

Die von der GSMA in Partnerschaft mit dem katarischen Kommunikationsministerium organisierte Technologiekonferenz MWC26 Doha wird vom 8. Bis zum 10. November 2026 im Ausstellungs- und Kongresszentrum von Doha (DECC) ausgerichtet. Im selben Veranstaltungszentrum findet z 9. bis 27. November die Plenipotentiary Conference der ITU statt, deren Gastgeber die Regulierungsbehörde für Kommunikation (Communications Regulatory Authority, CRA) ist.

In der Gleichzeitigkeit beider Veranstaltungen zeigt sich ein Konzept, das über die klassische Logik von Fachmessen und Regierungskonferenzen hinausgeht. Hier sollen Technologie und Politik nicht nebeneinander stattfinden, sondern miteinander ins Gespräch treten. Die Veranstaltung verbindet die internationalen Debatten über digitale Regulierung mit jenen technologischen Entwicklungen, die die Zukunft der Branche bereits heute prägen. Zugleich entsteht ein globales Forum, auf dem Regierungen, Aufsichtsbehörden, Unternehmen und Experten Wissen austauschen und gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der digitalen Transformation suchen können. Nach Vorstellung der Organisatoren soll dies die Umsetzung der Digitalen Agenda 2030 voranbringen und neue Räume für Innovation und wirtschaftliches Wachstum eröffnen.

Besonders deutlich wird dieser Anspruch durch den gemeinsamen Veranstaltungsort. Die Delegierten der ITU-Plenipotentiary Conference werden nicht nur über regulatorische Leitlinien und politische Prioritäten beraten, sondern können unmittelbar Einblick in Technologien gewinnen, die von diesen Entscheidungen betroffen sind. Zwischen politischer Strategie und technischer Anwendung entsteht so eine direkte Verbindung. Wer über die Zukunft der globalen Kommunikation diskutiert, begegnet zugleich den Innovationen, die diese Zukunft gestalten werden.

Die Kommunikationsregulierungsbehörde übernimmt dabei die Federführung für die organisatorischen und operativen Vorbereitungen der ITU-Konferenz. Sie koordiniert die Ausrichtung des Treffens und betreut die Anreise sowie die Teilnahme der Mitgliedstaaten und internationalen Organisationen.

S.E. Mohammed bin Ali Al Mannai, Minister für Kommunikation und Informationstechnologie, sieht darin einen weiteren Beleg für die wachsende Bedeutung Katars in der internationalen Digitalpolitik. Die gemeinsame Ausrichtung der beiden Veranstaltungen spiegele die Rolle des Landes bei der Mitgestaltung künftiger Kommunikations- und Technologierahmen wider. Gleichzeitig unterstütze sie die Umsetzung der Qatar Digital Agenda 2030 sowie der Qatar National Vision 2030.

Auch Ahmed bin Abdullah Al Musallam, Präsident der katarischen Kommunikationsregulierungsbehörde und designierter Vorsitzender der ITU-Plenipotentiary Conference 2026, etont vor allem die regulatorische Dimension des Treffens. Die Behörde setze sich für moderne und zukunftsorientierte Rahmenbedingungen ein, die digitale Innovation ermöglichten. Die Konferenz biete die Gelegenheit, internationale Telekommunikationspolitik in einer Zeit tiefgreifender technologischer Veränderungen neu auszurichten.

Für die GSMA unterstrich Generaldirektor Vivek Badrinath, bereits die Premiere des MWC Doha im Jahr 2025 habe das digitale Ambitionsniveau Katars deutlich gemacht. Die gleichzeitige Durchführung von MWC und ITU-Plenipotentiary Conference eröffne nun eine einmalige Gelegenheit, politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden, Telekommunikationsunternehmen und Technologieführer an einem Ort zusammenzubringen. Damit werde Doha zum Zentrum jener Diskussionen, die die Zukunft der weltweiten Konnektivität prägen.

Erwartet wird zudem die Rückkehr des GSMA-Ministerprogramms, eines hochrangigen Forums für Debatten über digitale Governance, Investitionen und die nächste Entwicklungsstufe globaler Kommunikationsnetze. Bei der vorangegangenen Ausgabe kamen 60 Delegationen aus 49 Staaten sowie elf zwischenstaatliche Organisationen zusammen.

Die alle vier Jahre stattfindende ITU-Plenipotentiary Conference gilt als oberstes Entscheidungsgremium der Organisation. Sie legt die strategische und finanzielle Ausrichtung der ITU für die kommenden Jahre fest, wählt die fünf höchsten Führungspositionen und bestimmt sowohl die 48 Mitglieder des ITU-Rats als auch die zwölf Mitglieder des Radio Regulations Board.

Der MWC26 Doha knüpft zugleich an den Erfolg seiner Premiere im Jahr 2025 an. Damals nahmen mehr als 9.000 Besucher aus 110 Ländern und Territorien teil. Rund 300 Redner sowie mehr als 250 Aussteller und Sponsoren waren vertreten. Darüber hinaus wurden über 30 bedeutende Partnerschaften und Initiativen angekündigt.

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