Die Vereinten Nationen geben bekannt, dass 6.000 Seeleute aufgrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus festsitzen
New York, den 29. August /QNA/ Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) der Vereinten Nationen schätzt, dass sechs Monate nach Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran immer noch etwa 6.000 Seeleute in der Straße von Hormus festsitzen.
Arsenio Domínguez, der Generalsekretär der Organisation, erklärte in einer Stellungnahme, dass sechs Monate nach Ausbruch des Konflikts immer noch etwa 6.000 Seeleute an Bord von rund 400 Schiffen im Golf festsitzen und die Straße von Hormus nicht passieren können. Zuvor lag die Zahl der festsitzenden Seeleute bei etwa 20.000 an Bord von 2.000 Schiffen. Er wies jedoch auch darauf hin, dass es einigen Schiffen und ihren Besatzungen trotz der aktuellen Umstände gelungen sei, das Gebiet zu verlassen.
Er fügte hinzu, dass diese lebenswichtige internationale Wasserstraße, durch die etwa 20 % der weltweiten Öllieferungen fließen, für den Seeverkehr nach wie vor weitgehend gesperrt sei.
Josephine Latu-Sanft, die Sprecherin der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, sagte ihrerseits: „Tausende Seeleute leben in der Region und arbeiten unter äußerst gefährlichen und unsicheren Bedingungen.“ „Die Auswirkungen dieser Krise sind sowohl kurz- als auch langfristig gravierend. Die Unterbrechung lebenswichtiger Lieferketten für Treibstoff, Düngemittel und andere Grundgüter wird sich negativ auf Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt auswirken.“
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) betont die Notwendigkeit, den politischen Willen und die Zusammenarbeit zu stärken, um das Recht auf Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Sie bestätigt, dass sie bislang mindestens 70 Angriffe auf internationale Frachtschiffe festgestellt hat, bei denen 19 Seeleute ums Leben kamen.
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