US-amerikanische Studie: Schlafstörungen beschränken sich nicht nur auf Erschöpfung, sondern führen zu Gehirnveränderungen
Washington, den 29. Juli /QNA/ Einer US-amerikanischen Studie von Forschern der "Florida International University" zufolge beschränken sich die Auswirkungen von Schlafstörungen nicht auf die Tagesmüdigkeit, sondern erstrecken sich auch auf Veränderungen in jenen Hirnregionen, die für Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und Emotionsregulation zuständig sind.
Das Forschungsteam analysierte die Ergebnisse von 57 früheren Studien, die auf bildgebenden Verfahren basierten, und verglich Personen mit verschiedenen Arten von Schlafstörungen. Dabei stellten sie fest, dass diese Beschwerden mit Veränderungen in wichtigen Hirnarealen einhergehen, darunter der posteriore cinguläre Cortex und der Thalamus – Regionen, die mit Verhalten, Emotionen, Informationsverarbeitung und Konzentration verknüpft sind.
Den Wissenschaftlern zufolge könnten diese Modifikationen einige Symptome Betroffener erklären, wie etwa Stimmungsschwankungen, verminderte emotionale Kontrolle und nachlassende Konzentration, wodurch sich insbesondere bei Senioren mit unregelmäßigem Schlaf das Risiko von Verletzungen erhöhen kann.
Dr. Matthew Sutherland, Kognition- Neurowissenschaftler an der Hochschule und Leiter der Arbeitsgruppe, erklärte: „Die Untersuchung vermittelt ein tieferes Verständnis dafür, wie sich Schlafprobleme auf die Struktur und Funktion des Organs auswirken, und dürfte zur Entwicklung präziserer Behandlungsansätze sowie einer maßgeschneiderten Patientenversorgung beitragen.“
Experten betonten, dass die Erkenntnisse die Entwicklung diagnostischer Instrumente und spezifischer Therapien für diverse Schlafleiden vorantreiben sowie somit den Erhalt kognitiver Funktionen wie Aufmerksamkeit, Entscheidungsfähigkeit und emotionales Gleichgewicht unterstützen können.
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