Golfstaaten ganz vorn … Spitzenplätze im Wettbewerbsranking 2026
Maskat, den 26. Juli /QNA/ Die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) haben in mehreren zentralen Kategorien des World Competitiveness Yearbook 2026 Spitzenpositionen erreicht.
Nach Einschätzung des Statistischen Zentrums des Golfkooperationsrates (GCC-STAT) spiegeln die Ergebnisse sowohl die wirtschaftliche und institutionelle Leistungsfähigkeit der Mitgliedstaaten als auch deren Vorreiterrolle in zahlreichen Entwicklungsbereichen wider.
Das jährlich vom Schweizer International Institute for Management Development (IMD) veröffentlichte Ranking bewertet die Wettbewerbsfähigkeit der untersuchten Volkswirtschaften anhand von vier Hauptsäulen: wirtschaftliche Leistung, Regierungseffizienz, Unternehmenseffizienz und Infrastruktur.
Katar punktet mit leistungsfähigem Arbeitsmarkt
Katar belegte im Teilindex Arbeitsmarkt, der dem Bereich Unternehmenseffizienz zugeordnet ist, weltweit den zweiten Platz. Das Ergebnis unterstreicht dem Statistikzentrum zufolge die hohe Leistungsfähigkeit und Attraktivität des katarischen Arbeitsmarktes sowie dessen Fähigkeit, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland anzuziehen.
Damit profitiert das Land von einer Arbeitsmarktstruktur, die nicht nur den Anforderungen einer zunehmend diversifizierten Wirtschaft gerecht wird, sondern zugleich die Voraussetzungen dafür schafft, internationales Know-how in strategisch wichtige Wirtschaftsbereiche zu integrieren.
VAE führen bei Wirtschaftsleistung und Außenhandel
Die Vereinigten Arabischen Emirate erreichten im Indikator internationaler Handel den ersten Platz weltweit. Zugleich führten sie die globale Rangliste in der übergeordneten Kategorie wirtschaftliche Leistung an.
Nach Auffassung des Statistikzentrums bestätigen diese Platzierungen den hohen Grad der außenwirtschaftlichen Öffnung des Landes und die internationale Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft.
Oman überzeugt mit wettbewerbsfähiger Steuerpolitik
Oman kam in der Kategorie Steuerpolitik innerhalb der Säule Regierungseffizienz auf den sechsten Platz. Das GCC-Statistikzentrum wertet dies als Hinweis auf ein wettbewerbsfähiges Steuersystem, das zur Attraktivität des Sultanats als Investitionsstandort beiträgt.
Bahrain erreicht dritten Platz bei Preisstabilität
Bahrain erreichte beim Indikator Preisstabilität, der zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gehört, den dritten Platz weltweit. Das Ergebnis unterstreiche den Erfolg der wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Wahrung der makroökonomischen Stabilität.
Saudi-Arabien gehört bei Infrastruktur zur Weltspitze
Auch Saudi-Arabien belegte einen dritten Rang: Das Königreich schnitt in der Kategorie Infrastruktur besonders gut ab. Die Platzierung verweist auf den anhaltenden Ausbau großer Infrastrukturprojekte und deren Bedeutung für das Wirtschaftswachstum.
Kuwait erzielt Spitzenplatz bei öffentlichen Finanzen
Kuwait wiederum kam im Bereich Öffentliche Finanzen, einer Kategorie der Regierungseffizienz, weltweit auf Platz drei. Nach Angaben des Statistikzentrums zeugt dies von der soliden Finanzlage des Landes und einer effizienten Verwaltung öffentlicher Ressourcen.
Strukturreformen stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit
Insgesamt sieht das GCC-Statistikzentrum in den Ergebnissen einen Beleg für die wachsende Stellung der Golfstaaten in internationalen Wettbewerbsrankings. Zugleich seien sie Ausdruck wirtschaftspolitischer Reformen und struktureller Veränderungen, mit denen die Mitgliedstaaten ihre unternehmerischen Rahmenbedingungen verbessern, nachhaltige Entwicklung fördern und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Das in der Schweiz ansässige IMD veröffentlicht sein World Competitiveness Yearbook jährlich. Der Bericht gilt als wichtige Orientierung für Regierungen, Unternehmen und Investoren. Er bewertet die Wettbewerbsfähigkeit der teilnehmenden Volkswirtschaften anhand von vier Hauptsäulen: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Regierungseffizienz, Unternehmenseffizienz und Infrastruktur.
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