Neue Studie…Klimawandel verschärft Dürre in Europa und erhöht das Risiko von Feuchtigkeitsdefiziten
London, den 23. Juli /QNA/ Einer neuen Studie zufolge hat der durch den Klimawandel bedingte Temperaturanstieg Europas Böden, Seen und Flüssen beschleunigt und damit das Risiko schwerwiegender Dürreperioden erhöht.
Die Forschungsgruppe „World Weather Attribution" (WWA), die die Studie erstellt hat, erklärte, dass die aktuelle Dürre nicht allein auf den Niederschlagsmangel zurückzuführen sei, sondern auch auf die Erwärmung der Atmosphäre, die das Feuchtigkeitsdefizit im Boden weiter verstärke.
Mariam Zachariah, eine der Mitautorinnen der Studie, erläuterte, dass die gestiegene Fähigkeit der Atmosphäre, Feuchtigkeit zu entziehen, dazu führe, dass Niederschlagsdefizite, die im vorindustriellen Klima keine schwere Dürre ausgelöst hätten, heute zu deutlich extremeren Bedingungen führen könnten.
Die Studie führt dies auf die Eigenschaft der wärmeren Atmosphäre zurück, bei jedem Grad Celsius Temperaturanstieg rund sieben Prozent mehr Wasserdampf aufnehmen zu können. Zugleich weist sie darauf hin, dass sich die Erde seit dem Zeitraum 1850 bis 1900 durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas um rund 1,4 Grad Celsius erwärmt hat.
Für die Studie nutzten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Wetterdaten und Computermodelle, um die aktuellen Dürrebedingungen mit einem um 1,4 Grad Celsius kühleren Klima zu vergleichen.
Die Forschenden kamen zu dem Schluss, dass landwirtschaftliche Bodendürren in Westeuropa heute etwa fünfmal wahrscheinlicher sind als in einer Welt ohne Klimawandel – in Osteuropa sogar elfmal wahrscheinlicher.
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