Katar nimmt am Rechtsseminar zu humanitärer Hilfe in Marokko teil
Rabat, den 19. Juli /QNA/ Kriege, Vertreibung und der zunehmende Druck auf internationale Hilfsorganisationen stellen die humanitäre Ordnung vor grundlegende Fragen. Unter dem Titel „Multilaterale humanitäre Hilfe am Scheideweg: Herausforderungen und Perspektiven“ kamen deshalb in Marokko Vertreter internationaler Organisationen und Fachleute für humanitäres Völkerrecht zusammen.
An der Tagung beteiligte sich auch das Nationale Komitee für humanitäres Völkerrecht in Katar (NCIHL). Angeführt wurde dessen Delegation von S.E. Saeed bin Abdullah Al Suwaidi, Unterstaatssekretär des Justizministeriums und NCIHL-Leiter.
Vertreten waren unter anderem die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (CICR). Gemeinsam mit Juristen und humanitären Fachleuten erörterten die Teilnehmer, wie internationale Hilfe unter zunehmend schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben kann.
Besondere Aufmerksamkeit galt den humanitären Folgen erzwungener Vertreibung. Diskutiert wurde zugleich, welche Verantwortung die internationale Gemeinschaft bei der Unterstützung konkreter Hilfseinsätze trägt und welche strukturellen Hindernisse das multilaterale System überwinden muss.
Nicht bei einer bloßen Bestandsaufnahme sollte es bleiben: Angestrebt wurden praktisch umsetzbare Empfehlungen, die humanitäre Einsätze erleichtern und deren Wirksamkeit verbessern könnten.
Am Rande des Forums traf Herr Al Suwaidi I.E. die Vorsitzende des marokkanischen Komitees für humanitäres Völkerrecht, Dr. Farida El Khamlichi. Beide Seiten loteten neue Formen rechtlicher Zusammenarbeit aus, mit denen Katar und Marokko ihren gemeinsamen Beitrag zur Stärkung des humanitären Völkerrechts vertiefen wollen.
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