Deutschland und Frankreich beginnen, ihre Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung zu festigen
Berlin, den 16. Juli /QNA/ Deutschland und Frankreich haben erste Schritte zur Umsetzung ihrer Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung unternommen, entsprechend der Vereinbarung, die Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron Anfang März getroffen hatten.
Quellen in der deutschen Regierung berichteten, dass für den heutigen Tag auf dem Luftwaffenstützpunkt Norvenich bei Köln eine gemeinsame Betankungsaktion zwischen einem französischen Rafale-Kampfflugzeug, das Atomwaffen transportieren kann, und einem Eurofighter der deutschen Luftwaffe geplant ist. Diese findet im Vorfeld eines geplanten Treffens zwischen Merz und Macron in Westdeutschland statt.
Der deutsch-französische Sicherheits- und Verteidigungsrat wird auf seiner Sitzung morgen (Freitag) Möglichkeiten zur Vertiefung dieser Zusammenarbeit erörtern und Beschlüsse fassen, darunter einen über die erstmalige Teilnahme deutscher Soldaten an einer französischen Nuklearübung im kommenden Herbst. Vor Jahren bot Macron den europäischen Partnern die Möglichkeit an, sich dem französischen Atomschutzschirm anzuschließen, da sein Land neben Großbritannien das einzige Land in Westeuropa ist, das über Atomwaffen verfügt, während derzeit im Rahmen des NATO-Atomabschreckungssystems amerikanische Atombomben in Deutschland stationiert sind.
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