Ministerpräsident und Außenminister führt Doha-Delegation zu Vierwaldstättersee-Gipfel
Luzern, den 21. Juni /QNA/ Am Vierwaldstättersee hat Seine Exzellenz Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, Ministerpräsident und Außenminister, die katarische Delegation geleitet.
An den Gesprächen wirkten Vertreter der beiden Verhandlungsparteien, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran, sowie der beiden Vermittlerstaaten, des Staates Katar und der Islamischen Republik Pakistan, mit.
Auf amerikanischer Seite lag die Leitung beim Vizepräsidenten JD Vance. Pakistan wurde vom Ministerpräsidenten Muhammad Shehbaz Sharif vertreten. Die iranische Delegation wurde von Mohammad Bagher Ghalibaf geführt, dem Präsidenten des Islamischen Konsultativrats.
„Die in dieser Woche erfolgte Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran ist ein Erfolg, auf den die Vermittler über mehrere Monate hinweg hingearbeitet haben, und zugleich eine wichtige Wegmarke“, erklärte Seine Exzellenz Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani in seiner Ansprache. Er äußerte die Hoffnung, dass dieser Schritt zu einem Wendepunkt werde, durch den die Region von Eskalation und Konfrontation abrücke, Stabilität gewinne sowie ein sichereres Umfeld für alle Völker der Region entstehe.
In diesem Zusammenhang sprach Seine Exzellenz US-Präsident Donald Trump und dem Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Dr. Massud Peseschkian, Anerkennung für ihre Führung, ihren Mut und ihre Entschlossenheit während des gesamten Prozesses aus. Ebenso würdigte er die beharrlichen Bemühungen der Beteiligten, insbesondere von US-Vizepräsident JD Vance, Mohammad Bagher Ghalibaf, Abbas Araghchi sowie den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, die maßgeblich zum Erreichen dieser Etappe beigetragen hätten.
Gleichzeitig brachte der Ministerpräsident und Außenminister die tiefe Wertschätzung des Staates Katar gegenüber der Islamischen Republik Pakistan, Ministerpräsident Muhammad Shehbaz Sharif sowie Feldmarschall Asim Munir, dem Oberbefehlshaber der Verteidigungskräfte und Chef des Heeresstabs, zum Ausdruck. Er würdigte ihre Führungsrolle bei der Einführung dieses Prozesses sowie ihr fortgesetztes aktives Engagement in den verschiedenen Phasen der Vermittlung.
„Es war uns eine Ehre, Seite an Seite mit unseren Amtskollegen in der Islamischen Republik Pakistan zu arbeiten – im Rahmen einer echten Partnerschaft, die sich der Unterstützung der Diplomatie, dem Abbau von Spannungen und der Schaffung jener Voraussetzungen verschrieben hat, die dieses historische Ergebnis ermöglicht haben“, sagte Seine Exzellenz.
Dem Ministerpräsidenten und Außenminister zufolge haben die Auswirkungen dieses Konflikts das Leben von Menschen auf der ganzen Welt berührt und erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft, den internationalen Handel, die Energiemärkte sowie das Wohlergehen von Milliarden Menschen gehabt. Besonders deutlich sei dies an der Schließung der Straße von Hormus geworden, einer der wichtigsten Lebensadern für Energieversorgung und Welthandel. Die Sicherheit dieser Meerenge sei daher nicht allein eine regionale Frage, sondern eine gemeinsame Verantwortung der internationalen Gemeinschaft.
„Unsere Region hat eine außerordentlich schwierige Zeit hinter sich. Die Menschen haben die Last von Unsicherheit, Spannungen und Eskalation unmittelbar zu spüren bekommen. Katar hat dennoch unbeirrt an der Diplomatie festgehalten, weil wir überzeugt sind, dass nachhaltige Sicherheit nur durch Dialog und nicht durch Konfrontation erreicht werden kann. Möge dieses Abkommen den Weg für ein Umfeld ebnen, in dem Entwicklung, Zusammenarbeit und Chancen für die Völker der Region im Mittelpunkt stehen“, sagte Seine Exzellenz.
Er führte weiter aus, die Absichtserklärung eröffne eine reale Chance, Vertrauen aufzubauen und auf eine stabilere, wohlhabendere Zukunft für die Region und die internationale Gemeinschaft insgesamt hinzuarbeiten. Die bislang erzielten Fortschritte müssten bewahrt und weiter ausgebaut werden. Zugleich ende die Arbeit nicht mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung; vielmehr markiere dieser Schritt in vielerlei Hinsicht erst den Beginn einer neuen Phase.
Wie Seine Exzellenz mitteilte, bilden die heute beginnenden technischen Gespräche eine entscheidende Etappe, um die eingegangenen Verpflichtungen in konkrete Ergebnisse zu überführen und sicherzustellen, dass die erreichte Dynamik erhalten bleibt. Entscheidend sei nun, auf dem bisher Erreichten aufzubauen – getragen von demselben Geist des guten Willens und der Entschlossenheit, der alle Beteiligten bis zu diesem Moment geführt habe.
Katar werde, so der Ministerpräsident und Außenminister, an der Seite seiner Partner weiter für Diplomatie, Rechtsstaatlichkeit und vertrauensbildende Schritte eintreten. Diese Linie solle dazu beitragen, die Region zu stabilisieren und zugleich die Zusammenarbeit mit Verbündeten und internationalen Partnern zu vertiefen.
Ein weiterer Programmpunkt des Gipfels war ein hochrangiges technisches Treffen unter Teilnahme Seiner Exzellenz Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani. Ziel war es, die organisatorischen Weichen für die Verhandlungen über jene Fachfragen zu stellen, die in der Absichtserklärung vorgesehen sind.
Mit seiner Teilnahme am Gipfel am Vierwaldstättersee unterstreicht der Staat Katar seine Rolle als Vermittler an der Seite der Islamischen Republik Pakistan. Ziel der gemeinsamen Bemühungen ist es, den Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und Iran voranzubringen und auf eine umfassende, tragfähige Vereinbarung hinzuwirken, die sämtliche in der Absichtserklärung aufgeführten Fragen behandelt.
Englisch
Français
Deutsch
Español
русский
हिंदी
اردو