Menschenrechtsorganisation “Amnesty International”: Zunehmende Vertreibung im Westjordanland fordert Massive internationale Maßnahmen
London, den 10. Juni /QNA/ Menschenrechtsorganisation “Amnesty International”betont, dass die zunehmende Vertreibung und Kolonialisierung im besetzten Westjordanland dringendes internationales Handeln erfordern, um den Annexionsplänen ein Ende zu setzen sowie die Verantwortlichen für die an Palästinensern begangenen Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen
In einem heute veröffentlichten Bericht mit dem Titel „Auslöschung des Palästinensischen: Israels ethnische Säuberung von Beduinen- und Hirtenvölkern im Westjordanland“ erklärte die Organisation Amnesty International, dass die stillschweigende oder offene Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für israelische Verbrechen – einschließlich Völkermord – oder ihr Versäumnis, entschieden gegen diese Verbrechen vorzugehen, die israelischen Behörden dazu ermutigt habe, ihre brutale Kampagne der gewaltsamen Vertreibung von Palästinensern sowie der Ausweitung ihrer Kontrolle über das Westjordanland zu verschärfen.
Laut 'Amnesty International' konzentrieren sich diese Maßnahmen auf das Gebiet C, das etwa 60 % des besetzten Westjordanlandes umfasst und landwirtschaftliche Flächen, Weideland sowie wichtige natürliche Ressourcen einschließt. Die Organisation ist der Ansicht, dass dieses Gebiet aufgrund seiner Lage, Größe und Bedeutung für die Kontrolle des Landes und der Bevölkerungsstruktur für die Besatzungsprojekte priorisiert wird.
Amnesty-International-Generalsekretärin Dr. Agnès Callamard erklärte, dass die israelischen Behörden in den vergangenen dreieinhalb Jahren eine staatlich geförderte ethnische Säuberungskampagne im Westjordanland intensiviert haben. Es handelt sich darum, palästinensische Gemeinschaften von ihrem Land zu vertreiben, ihr Eigentum zu beschlagnahmen und sie umzusiedeln. Callamard fügte hinzu, dass es sich hierbei um nichts Geringeres als eine gezielte, staatlich gelenkte Annexion handele – einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht, der sich vor den Augen der gesamten Weltöffentlichkeit vollziehe.
Die Recherchen von Amnesty International zeigen, dass Palästinenser aus Beduinen- und Nomadenvölkern systematisch von ihrem Land vertrieben, ihrer Lebensgrundlagen beraubt und ständigen Einschüchterungen ausgesetzt werden, die sie letztlich zur Flucht zwingen. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer beispiellosen Welle von Siedlerangriffen, die mit dem Schutz und der Unterstützung der Institutionen der Besatzungsmacht durchgeführt werden.
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