Kanadische Außenministerin zu "QNA": Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage bekräftigt Kanada seine Unterstützung für Katar sowie sein Engagement in Bezug auf eine nachhaltige strategische Partnerschaft
Doha, den 14. Mai /QNA/ Ihre Exzellenz Anita Anand, die kanadische Außenministerin, bekräftigte beim Gespräch mit der Katarischen Nachrichtenagentur "QNA" die Unterstützung ihres Landes für Katar und die Golfregion im aktuellen regionalen Kontext. Dabei betonte die Ministerin das Engagement Kanadas hinsichtlich der Stärkung der Zusammenarbeit und der strategischen Partnerschaft zwischen beiden Ländern in der kommenden Phase.
In einem Interview mit der Katarischen Nachrichtenagentur "QNA" erklärte sie Folgendes:"Mein jetziger Besuch in Doha ist Ausdruck der kanadischen Unterstützung und Solidarität mit den Ländern der Region"- insbesondere angesichts der von ihr als „ungerechtfertigte Vergeltungsangriffe des Iran“ bezeichneten Aktionen. Es sei ihr dritter Besuch in der Region seit Anfang 2026.
Die kanadische Ministerin fügte hinzu, dass ihr Land der Sicherheit und Stabilität der Golfregion, insbesondere der Straße von Hormus, eine besondere Bedeutung beimisst, und unterstrich die strategische Relevanz der bilateralen Beziehungen zu Katar.
Des Weiteren gab sie an, dass sie am Rande ihres Besuchs eine Absichtserklärung zur Begründung einer zehnjährigen strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Ländern unterzeichnet habe. Diese umfasst Bereiche wie Handel, Sicherheit und Verteidigung, Kultur, Bildung und Tourismus.
Mit Blick auf Katars Rolle bei den regionalen Vermittlungsbemühungen hob sie hervor, dass beide Länder in mehreren Fragen übereinstimmen, darunter Deeskalation, die Notwendigkeit eines dauerhaften Waffenstillstands, der Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur sowie die Wahrung der Schifffahrtsfreiheit.
Sie gab an, ihre Gespräche in Doha mit mehreren katarischen Regierungsvertretern hätten dazu beigetragen, die Übereinstimmung der Ansichten beider Länder in diesen Fragen zu vertiefen.
Die kanadische Ministerin kündigte zudem an, im Juni in die Region zurückzukehren, um an einem Treffen des Golfkooperationsrats teilzunehmen.
Bezüglich der bilateralen Treffen in Doha führte Ihre Exzellenz aus, sie habe sich mit Seiner Exzellenz Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, Ministerpräsident und Außenminister, getroffen, und bezeichnete die Gespräche als „sehr fruchtbar“. Sie fügte hinzu, dass diese Gespräche zu einer Absichtserklärung zwischen den beiden Ländern mündeten.
Sie erklärte, dass dieses Abkommen den Rahmen für eine langfristige Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren schaffe, darunter Handel, Verteidigung, Sicherheit, Cybersicherheit sowie Bildung, Tourismus und visumspflichtige Einreise.
Ihre Exzellenz dankte Katar zudem für die Kooperation in Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 und lobte Doha für die bei der Ausrichtung des vorherigen Turniers gewonnenen Erfahrungen.
Sie betonte die enge Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen beider Länder bei der Organisation von Großsportveranstaltungen und fügte hinzu, dass sich Kanada darauf freue, im Juni katarische Vertreter zur gemeinsamen Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2026 mit den Vereinigten Staaten und Mexiko begrüßen zu dürfen.
Darüber hinaus äußerte die kanadische Außenministerin Anita Anand die Besorgnis ihres Landes über jegliche Maßnahmen, die zur Schließung der Straße von Hormus führen oder die Schifffahrt beeinträchtigen könnten. Sie bekräftigte das Bekenntnis Kanadas zur Freiheit der Schifffahrt ebenso wie zur Achtung des Seerechts und des Völkerrechts.
Zudem bekräftigte sie, dass Kanada die diplomatischen Bemühungen Katars weiterhin unterstützen werde, um einen reibungslosen Warenfluss und den Transit von Flüssigerdgas, Düngemitteln und Helium durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Sie betonte die strategische Bedeutung dieses Themas für die katarische Wirtschaft.
Abschließend hob Ihre Exzellenz die Stärke der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor und erklärte, Kanada werde Katar weiterhin „in Friedenszeiten wie auch in Zeiten von Herausforderungen und Konflikten“ zur Seite stehen.
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