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Nein zur Eskalation, Ja zur Diplomatie: Katar und Türkei setzen auf Pakistan als Vermittler

Katar

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Doha, den 12. Mai /QNA/ Der Staat Katar und die Republik Türkei warnen vor einer Rückkehr militärischer Konfrontationen in der Region. Beide Länder verwiesen auf die möglichen schwerwiegenden Auswirkungen auf die internationale Sicherheit und die Weltwirtschaft.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Doha bekräftigten Seine Exzellenz Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, Ministerpräsident und Außenminister, sowie Seine Exzellenz der türkische Außenminister Hakan Fidan ihre uneingeschränkte Unterstützung für die von Pakistan geführte Vermittlungsinitiative. Diese ziele darauf ab, einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen, den Krieg in der Region zu beenden, die Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr zu öffnen und die Freiheit der Navigation uneingeschränkt zu gewährleisten. 

Seine Exzellenz Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, erklärte in diesem Zusammenhang, dass Katar und die Republik Türkei gemeinsam die von Pakistan geführte Vermittlung sowie die Bemühungen um eine möglichst rasche Einigung auf einen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges unterstützten. Ziel sei es zudem, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die Freiheit der Schifffahrt in vollem Umfang zu normalisieren. 

Der Ministerpräsident und Außenminister machte darauf aufmerksam, dass die Region sich in einer äußerst sensiblen und kritischen Lage befinde, insbesondere angesichts des andauernden Krieges. Die Entwicklungen in der Straße von Hormus hätten, so Seine Exzellenz weiter, die Freiheit der Schifffahrt beeinträchtigt und gezeigt, dass internationale Wasserstraßen im aktuellen Konflikt als Druckmittel eingesetzt würden. 

Laut Scheich Mohammed standen bei den Gesprächen mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan vor allem die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Golfstaaten im Mittelpunkt, vor allem deren wirtschaftliche Konsequenzen. Darüber hinaus seien weitere regionale Konfliktherde erörtert worden, allen voran die Eskalation im Gaza-streifen, die fortdauernden israelischen Luftangriffe, die Zwangsumsiedlung der Palästinenser sowie die ausbleibende Umsetzung von Vereinbarungen zur ungehinderten Lieferung humanitärer Hilfe. 

Außerdem wies er sowohl auf die anhaltenden israelischen Angriffe auf Dörfer und Wohngebiete im Libanon als auch auf wiederholte Aufforderungen zur Evakuierung von Zivilisten hin. Angesichts der aktuellen Lage sei eine fortgesetzte Konsultation und enge Abstimmung zwischen befreundeten und verbündeten Staaten notwendig, insbesondere mit der Republik Türkei, sagte Seine Exzellenz

Dem katarischen Chefdiplomaten zufolge setzt Katar seine Konsultationen mit seinen GCC-Partnern ebenso wie mit weiteren Staaten der Region fort, um einen Weg zur Wiederherstellung der regionalen Stabilität zu finden. Zahlreiche Konfliktfelder würden in den kommenden Monaten nur durch eine diplomatische Verständigung mit Iran zu lösen sein. 

Mit Blick auf die bilateralen Beziehungen sprach der Ministerpräsident und Außenminister von einer außergewöhnlich engen Partnerschaft zwischen Katar und der Republik Türkei, die sich in den vergangenen Jahren stetig vertieft habe. Die strategische Kooperation reiche von Politik und Wirtschaft über den Energiesektor bis hin zur Verteidigungszusammenarbeit. 

Außenminister Hakan Fidan erklärte seinerseits, er habe Seiner Hoheit Scheich Tamim bin Hamad Al Thani bei dessen Empfang am Morgen die Grüße des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan übermittelt. Zugleich seien die aktuellen Entwicklungen in der Region eingehend erörtert worden. 

Fidan betonte, die aktuellen Herausforderungen machten eine noch engere Abstimmung und Solidarität unter den Staaten der Region erforderlich. Die Türkei unterstütze die von Pakistan geführten Vermittlungsbemühungen uneingeschränkt und sei bereit, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein erneutes Aufflammen militärischer Operationen in der Region zu verhindern. 

Besondere Sorge äußerte der türkische Außenminister über die möglichen Folgen einer Blockade der Straße von Hormus. Eine Unterbrechung dieses zentralen Seewegs würde weitreichende Auswirkungen auf den Welthandel, die Energiesicherheit und die politische wie wirtschaftliche Stabilität zahlreicher Staaten haben.

Zugleich mahnte Fidan, die Entwicklungen im Gaza-Streifen dürften trotz der aktuellen Krise nicht aus dem Blick geraten. Er warf Israel vor, seine militärischen Operationen und expansiven Strategien im Gaza-Streifen, im Westjordanland, in Libanon und in Syrien fortzusetzen, was zu erheblichen menschlichen Verlusten sowie anhaltenden Flucht- und Vertreibungsbewegungen geführt habe.

Ferner sagte Fidan, dass sich die bilateralen Beziehungen zwischen Katar und der Türkei in verschiedenen Bereichen dynamisch weiterentwickelten. Beide Länder seien entschlossen, ihre strategische Partnerschaft auf der Grundlage von Freundschaft, Brüderlichkeit und konkreten Ergebnissen weiter auszubauen. 

Bei der Beantwortung von Journalistenfragen  bekräftigten der Ministerpräsident und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani sowie der türkische Außenminister Hakan Fidan ihre Unterstützung für die von Pakistan geführte Vermittlung und für diplomatische Bemühungen zur Eindämmung der Eskalation und zur Beendigung des Krieges in der Region.

Beide warnten zugleich vor den Folgen einer Wiederaufnahme militärischer Operationen. Deren Auswirkungen würden sich nicht auf den Nahen Osten beschränken, sondern die gesamte Welt betreffen.

Zudem betonten beide Minister, dass die Straße von Hormus nicht als Druckmittel im Konflikt missbraucht werden dürfe. Als internationale Wasserstraße müsse die Freiheit der Schifffahrt uneingeschränkt gewährleistet bleiben.

Auf Nachfrage stellte Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani klar, dass Katar die von Pakistan unternommenen Bemühungen um eine politische Beilegung des Krieges uneingeschränkt unterstütze. Ebenso setze sich Doha für die Wiederöffnung der Straße von Hormus für den internationalen Seeverkehr sowie für eine diplomatische Lösung sämtlicher Fragen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm ein.

Die zentrale Herausforderung bestehe derzeit darin, bestätigte Seine Exzellenz, Prioritäten festzulegen und belastbare Verständigungen zu formulieren, auf deren Grundlage ein umfassendes Abkommen erzielt werden könne.

Scheich Mohammed warnte eindringlich davor, dass eine Rückkehr zum Krieg lediglich neue Zerstörungen nach sich ziehen würde. Umso wichtiger sei es, alle diplomatischen Bemühungen zu unterstützen, die eine Wiederholung der aktuellen Spannungen verhindern und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sichern sollen. Dies entspreche einem gemeinsamen regionalen und internationalen Interesse.

Der Ministerpräsident und Außenminister hob daneben hervor, dass seine letzte Reise in die USA vor allem dem Ziel gedient habe, die diplomatischen Bemühungen Pakistans zu unterstützen und die beteiligten Parteien zu einer positiven Reaktion auf diese Initiative zu bewegen, um eine schnelle Lösung der Krise zu erreichen. Eine Verlängerung des Krieges liege nach seinen Worten im Interesse keiner Seite.

Des Weiteren legte er dar, dass seine Reise in die Vereinigten Staaten zugleich die Gelegenheit geboten habe, mit hochrangigen Vertretern der amerikanischen Regierung die regionalen und globalen Folgen eines anhaltenden Krieges eingehend zu erörtern. Dabei würdigte Seine Exzellenz die „außerordentlich bedeutende Rolle“ Pakistans bei den Bemühungen um eine Einigung und bekräftigte erneut die uneingeschränkte Unterstützung des Staates Katar für diese Vermittlungsinitiative.

Wie Seine Exzellenz erläuterte, erfolgen die laufenden Konsultationen Dohas in enger und vollständiger Abstimmung mit der pakistanischen Vermittlung. Gerade die GCC-Mitgliedstaaten, zu denen auch Katar zählt, seien von den Auswirkungen des Krieges unmittelbar und in besonderem Maße betroffen.

Auch der türkische Außenminister Hakan Fidan sagte, der Schwerpunkt müsse auf diplomatischen Bemühungen liegen, um die aktuelle Krise so schnell wie möglich zu beenden. Die Türkei, unterstrich Fidan, habe kein Interesse an einer Fortdauer des Krieges. 

Nach seinen Worten spielt Pakistan eine erhebliche und entscheidende Rolle bei den Bemühungen um eine Einigung. Die Auswirkungen des Krieges reichten weit über die Region hinaus und beträfen unter anderem die Energiesicherheit und die globale Freiheit der Schifffahrt. 

Fidan verwies in diesem Zusammenhang auf die fortgesetzte Abstimmung zwischen Katar und der Türkei zur Unterstützung der pakistanischen Vermittlung und zur möglichst raschen Stabilisierung des Waffenstillstands. Die Konsultationen zwischen beiden Ländern würden auf allen institutionellen Ebenen und zu verschiedenen regionalen Fragen fortgesetzt.

Die Straße von Hormus dürfe nicht als Druckmittel gegenüber den Golfstaaten eingesetzt werden, machte er deutlich und ergänzte, als internationale Wasserstraße müsse sie geschützt werden; jede künftige Bedrohung der Freiheit der Schifffahrt sollte nach seinen Worten mit einer entschlossenen internationalen Reaktion beantwortet werden.

Betreffend die regionalen Entwicklungen erklärte Fidan, Israel versuche, Krisen durch Gewalt und Expansion zu lösen. Diese Politik stelle nicht länger nur ein regionales Problem dar, sondern sei zu einer Frage der globalen Sicherheit geworden.

Der türkische Außenminister wies zum Schluss auf die zunehmende internationale Kritik an den israelischen Besatzungsbehörden sowie auf Maßnahmen und Sanktionen, die einige europäische Staaten bereits ergriffen hätten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die internationale Öffentlichkeit in den kommenden Monaten eine noch entschiedenere Haltung gegenüber der israelischen Politik einnehmen werde.

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