Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Mercosur-Gruppe tritt in Kraft
Brüssel, den 01. Mai /QNA/ Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den vier Mercosur-Staaten: Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay ist am Freitag vorläufig in Kraft getreten.
Das Ergebnis 25-jähriger Verhandlungen trägt dazu bei, den Waren- und Dienstleistungsaustausch durch den schrittweisen Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen zu stärken.
Laut der Europäischen Kommission schafft das Abkommen einen Markt mit rund 720 Millionen Menschen und senkt die Zölle um mehrere Milliarden Euro.
Das Abkommen wird auch als Herausforderung für die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gesehen.
Allerdings hat das Abkommen auch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Untergrabung der EU-Standards für Verbraucherschutz, Umweltschutz und Tierschutz geweckt. Insbesondere europäische Landwirte äußerten ihre Besorgnis über einen verstärkten Wettbewerb und einen erneuten Preisdruck.
Um diesen Bedenken zu begegnen, wurden dem Abkommen in letzter Minute zusätzliche wirtschaftliche Schutzmaßnahmen hinzugefügt.
Diese Bestimmungen beinhalten strenge Kontrollen und mögliche Vergeltungsmaßnahmen für bestimmte Produktgruppen wie Rindfleisch, Geflügel, Zitrusfrüchte und Zucker.
Im Januar beantragte jedoch eine knappe Mehrheit der EU-Abgeordneten eine rechtliche Überprüfung des Abkommens durch den Gerichtshof der Europäischen Union. Das bedeutet, dass das Abkommen bis zur endgültigen Zustimmung des Europäischen Parlaments nur vorläufig angewendet werden kann.
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