UN: Die humanitäre Lage in Gaza bleibt äußerst ernst
New York, den 05. April /QNA/ Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnte davor, dass sich die humanitäre Lage im Gazastreifen weiter verschärft habe, obwohl eine Waffenruhe in Kraft getreten sei.
In einer Stellungnahme erklärte OCHA-Sprecherin Olga Cherevko, die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten hätten dazu geführt, dass die internationale Gemeinschaft dem Gazastreifen weniger Aufmerksamkeit lege. Dieser Rückgang habe bereits nach Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens eingesetzt.
Cherevko bekräftigte, dass die Lebensbedingungen im Gazastreifen extrem schwierig seien, da die Mehrheit der Bevölkerung vertrieben worden sei und Tausende weiterhin in Flüchtlingslagern und inmitten von Trümmern lebten, obwohl die Bombardierungen andauerten.
Trotz aller Bemühungen funktionierten nur etwa 42 % der Gesundheitseinrichtungen, die meisten davon nur teilweise. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeite an der Organisation medizinischer Evakuierungen, so Cherevko.
Sie wies darauf hin, dass die israelischen Beschränkungen auch internationale humanitäre Helfer am Zugang zum Gazastreifen hinderten. Zudem warnte sie, dass jede weitere Störung der humanitären Operationen verheerende Folgen für die palästinensische Bevölkerung haben könne. Zusätzlich zu den täglichen blutigen Bombardierungen verhindert die israelische Regierung die Einfuhr der vereinbarten Mengen an Lebensmitteln, Medikamenten, medizinischen Hilfsgütern und Notunterkünften nach Gaza. Dort leben rund 2,4 Millionen Palästinenser, darunter 1,5 Millionen Binnenvertriebene, unter katastrophalen Bedingungen.
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