ICESCO organisiert ein Vorbereitungsseminar für die Veröffentlichung der Charta der kulturellen Rechte in der islamischen Welt
Rabat, den 30. April /QNA/ Die Islamische Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (ICESCO) veranstaltete im Rahmen der Vorbereitungen für die Veröffentlichung des Entwurfs einer Charta der kulturellen Rechte in der islamischen Welt ein Seminar mit dem Titel „Kulturelle Rechte angesichts des Wandels: Notwendigkeit einer Bestandsaufnahme und Evaluierung“. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für den Zugang zu Kultur (CEMAFORRE) entwickelt.
Die per Videokonferenz zugeschalteten Teilnehmer betonten, dass der rasante Wandel heutzutage eine Überarbeitung des umfassenden Rahmens erforderlich macht, der die Verankerung kultureller Rechte als Element nachhaltiger menschlicher Entwicklung gewährleistet. Dr. Mohamed Zine El Abidine, Direktor des Kultursektors der ICESCO, erklärte, dass dieses Projekt Teil einer Vision zur Stärkung der Anerkennung kultureller Rechte sei. Diese Anerkennung fehle in vielen Mitgliedstaaten noch immer oder werde nur unzureichend umgesetzt. Er fügte hinzu, dass ihre praktische Verwirklichung von einer Reihe von Verpflichtungen auf verschiedenen Ebenen abhängt, sowohl auf offizieller als auch auf gesellschaftlicher Ebene.
André Vertier, der Präsident des französischen Nationalen Zentrums für die kulturellen Rechte aller, betonte die Notwendigkeit, die gemeinsame Würde zu wahren, und wies darauf hin, dass bestimmte Formen kultureller Diskriminierung in vielen Gesellschaften weiterhin bestehen.
Edith Lecour, Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Paris Descartes, hob hervor, dass kulturelle Zugänglichkeit ein entscheidendes Element für die Erweiterung dieses Bereichs sowie für dessen Integration in Musiktherapie- und Ausbildungsinitiativen darstellt. Dies ist ein wirksames Mittel zur Linderung psychischen Leidens und zur Behandlung bestimmter menschlicher Schwächen.
Abschließend bekräftigte Bouazza Benachir, Mitglied des Instituts für Afrikastudien in Rabat, dass die Umsetzung kultureller Rechte deren breite Anwendung im Rahmen eines Ansatzes erfordert, der auf Würde, Vielfalt und Respekt vor anderen basiert. Zudem sei die Entwicklung der Zusammenarbeit durch grenzüberschreitende Projekte notwendig.
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