Der Golfkooperationsrat: Für die Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus sind Initiativen zu unterstützen
Nikosia, den 25. April /QNA/ Herr Jasem Mohamed Albudaiwi, der Generalsekretär des Golfkooperationsrats (GCC), bekräftigte die Unterstützung der GCC-Staaten für internationale Initiativen, die die Freiheit und die reibungslose Schifffahrt durch die Straße von Hormus gewährleisten sollen. Er hofft, dass diese Initiativen dazu beitragen werden, die Straße für den Welthandel freizuhalten.
Dies erklärte Albudaiwi im Rahmen seiner Teilnahme an einem informellen Treffen von Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und wichtiger regionaler Partner in der zyprischen Hauptstadt Nikosia. Gastgeber des Treffens war der zypriotische Präsident Nikos Christodoulides, aber den Vorsitz führte der Präsident des Europäischen Rates, António Costa. Zahlreiche arabische und europäische Staats- und Regierungschefs nahmen daran teil.
Albudaiwi betonte die Bedeutung der strategischen Partnerschaft zwischen dem GCC und der Europäischen Union sowie die Notwendigkeit, diese so zu verstärken, dass sie den Interessen beider Seiten dient und zur regionalen und internationalen Stabilität beiträgt. Er hob hervor, dass die aktuelle Phase eine weitere Koordinierung und die Aktivierung bestehender Verfahren im Rahmen dieser Partnerschaft erfordere.
Er sprach auch die Bedeutung der Region des Arabischen Golfs und der Straße von Hormus an und erläuterte die gemeinsamen Bemühungen mit internationalen Partnern, um die freie und reibungslose Schifffahrt in der Straße zu gewährleisten. Dabei bekräftigte er die Unterstützung der GCC-Staaten für entsprechende internationale Initiativen. In diesem Zusammenhang betonte der Generalsekretär des UN-Sicherheitsrates, dass Dialog und Verhandlungen der beste Weg seien, um die Spannungen in der Region abzubauen. Er merkte an, dass eine umfassende Lösung mit dem Iran dessen Atom- und Raketenprogramm sowie die Aktivitäten seiner Stellvertreter in der Region umfassen müsse.
Zudem hob Albudaiwi die potenziellen Folgen einer Schließung der Straße von Hormus und deren direkte Auswirkungen auf die europäische Energiesicherheit sowie auf wichtige Sektoren wie die Luftfahrt hervor.
Er unterstrich die Bedeutung einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der Energiesicherheit sowie der Entwicklung alternativer Energietransportwege wie Pipelines, Schienenverbindungen und Lufttransport und der Schaffung strategischer Verbindungswege zwischen beiden Seiten. Dies würde die Infrastrukturintegration verbessern und gemeinsamen Interessen dienen.
Albudaiwi bekräftigte zudem die zentrale Bedeutung der Palästina-Frage und die Notwendigkeit, die israelische Besatzung ein Ende zu setzen und einen unabhängigen palästinensischen Staat innerhalb der Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt zu errichten – gemäß der Arabischen Friedensinitiative und den einschlägigen UN-Resolutionen.
Mit Blick auf die Lage im Libanon begrüßte der Generalsekretär des Golfkooperationsrats (GCC) die Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, eine internationale Konferenz zur Unterstützung und zum Wiederaufbau des Südlibanon einzuberufen. Er betonte die Wichtigkeit einer umfassenden Lösung, die die Stabilität des Libanon gewährleistet und eine weitere Eskalation in der Region verhindert.
Der GCC-Generalsekretär äußerte sich außerdem erwartungsvoll zum zweiten Gipfeltreffen des Golfkooperationsrates (GCC) mit der Europäischen Union (EU) in diesem Jahr. Auf diesem Gipfel sollen verschiedene Themen von gemeinsamem Interesse erörtert werden, darunter das Freihandelsabkommen, die Visumbefreiung für den Schengen-Raum, die digitale Transformation, Logistikverbindungen, saubere Energie und Investitionen. Dadurch sollen die Aussichten auf eine strategische Partnerschaft zwischen beiden Seiten gestärkt werden.
Englisch
Français
Deutsch
Español