Innenminister: Sicherheitslage in Katar stabil – Behörden verfolgen regionale Entwicklungen fortlaufend
Doha, den 13. März /QNA/ Seine Exzellenz der Innenminister des Staates Katar, Scheich Khalifa bin Hamad bin Khalifa Al Thani, der zugleich Kommandeur der internen Sicherheitskräfte „Lekhwiya“ und Vorsitzender des Zivilschutzrates ist, hat die Sicherheitslage im Land als stabil bezeichnet. Die zuständigen Behörden, so Seine Exzellenz weiter, verfolgten die regionalen Entwicklungen fortlaufend im Rahmen eines integrierten Systems. Die Lage sei beruhigend, erklärte er, „dank Allahs, der Verteidiger des Vaterlandes am Himmel über Katar und der wachsamen Kräfte auf seinem Boden“, sowie unter den Weisungen von Seiner Hoheit dem Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani.
In einem exklusiven Gespräch mit Qatar TV erklärte Seine Exzellenz, dass die zuständigen Stellen die Lage fortlaufend und in Echtzeit verfolgten. Ziel der bestehenden Arbeitsstruktur sei es in erster Linie, dass die Gesellschaft in Sicherheit und Stabilität leben könne und das öffentliche Leben seinen normalen Verlauf nehme. Zugleich unterstrich er, dass keinerlei Nachlässigkeit bei der Ergreifung von Maßnahmen geduldet werde, die die Stabilität des Landes gewährleisten.
Zur Koordinierung der staatlichen Institutionen unter den gegenwärtigen Umständen sagte der Minister, Katar arbeite als ein Team; keine Behörde agiere isoliert. In den vergangenen fünf Jahren sei kontinuierlich daran gearbeitet worden, sich auf vergleichbare Situationen vorzubereiten.
Er wies darauf hin, dass solche Szenarien bereits im Rahmen der ersten Ausgabe der Übung „Watan“ vorbereitet worden seien, woran zahlreiche staatliche Institutionen und Behörden beteiligt waren. Darüber hinaus seien Strategien und Pläne unter Aufsicht des Zivilschutzrates ausgearbeitet worden. Ziel sei es gewesen, die Anstrengungen aller staatlichen Sektoren – militärischer, sicherheitsrelevanter und ziviler – unter einem gemeinsamen Dach zu bündeln, um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen und die Maßnahmen für einen solchen Tag zu vereinheitlichen. Sämtliche Behörden arbeiteten mit großem Engagement, während der Zivilschutzrat eine koordinierende Rolle zwischen den zuständigen Stellen übernehme, um sicherzustellen, dass die verabschiedeten Pläne vor Ort ohne Überschneidungen der Zuständigkeiten umgesetzt würden.
Scheich Khalifa fuhr fort, die Übungen und operativen Tests hätten verschiedene Szenarien und Notlagen umfasst, um ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Er betonte, dass Seine Hoheit der Emir von Anfang an der wichtigste Unterstützer dieser Bemühungen gewesen sei und diese Rolle weiterhin innehabe.
Hinsichtlich der Rolle des Nationalen Führungszentrums führt Seine Exzellenz aus, dieses Zentrum stelle eine der zentralen Säulen des nationalen Führungs- und Kontrollsystems dar. Es arbeite rund um die Uhr und verfolge die allgemeine Lage mithilfe moderner Systeme zur Überwachung, Analyse und zum Informationsaustausch zwischen den verschiedenen zuständigen Behörden. Dieses Zusammenspiel unterstütze die Entscheidungsfindung und beschleunige die Reaktion auf neue Entwicklungen, um die Sicherheit der Gesellschaft zu gewährleisten.
Die zentrale Einsatzzentrale, bekräftigte er, habe in dieser Zeit mehr als 5000 Meldungen bearbeitet, darunter zahlreiche Hinweise auf Einschlagsorte von Trümmerteilen an mehr als 600 Stellen in verschiedenen Regionen des Landes.
Zum strategischen Lebensmittelvorrat unterstrich Seine Exzellenz, Katar verfüge über klare Strategien in diesem Bereich und habe bedeutende Fortschritte bei der Stärkung seines strategischen Lebensmittelvorrats erzielt. Der Vorrat habe zuvor für neun Monate gereicht und sei inzwischen auf eine Kapazität ausgebaut worden, die den Bedarf für 18 Monate abdecke.
Er stellte fest, dass es bislang nicht erforderlich gewesen sei, auf diesen Vorrat zurückzugreifen. Vielmehr werde weiterhin daran gearbeitet, ihn kontinuierlich auszubauen und zu stärken. Zusätzlich seien in dieser Phase weitere Versorgungslinien eröffnet worden, um die Stabilität der Lebensmittelversorgung sicherzustellen.
Auch hinsichtlich der strategischen Wasservorräte machte Seine Exzellenz klar, die Lage sei beruhigend. Katar habe in den vergangenen Jahren ein umfassendes System zur Wassersicherheit aufgebaut, das auf der Erweiterung strategischer Speicherkapazitäten beruhe. Der strategische Wasservorrat reiche derzeit für mehrere Monate – etwa vier Monate des Verbrauchs – aus. Gleichzeitig arbeiteten die zuständigen Stellen weiterhin daran, diese Kapazitäten im Rahmen der nationalen Strategien zur Wassersicherheit weiter auszubauen, um die nachhaltige Verfügbarkeit von Wasser unter allen Umständen sicherzustellen.
Zur Bereitschaft des Gesundheitssektors erklärte der Innenminister und Kommandeur der internen Sicherheitskräfte „Lekhwiya“ sowie Vorsitzende des Zivilschutzrates, dass der Gesundheitssektor seine zuvor festgelegten Pläne umsetze, um die kontinuierliche medizinische Versorgung der Gesellschaft zu gewährleisten und die bislang über 26 Verletzten zu behandeln. Zugleich sei ein strategischer Vorrat an lebenswichtigen Medikamenten für neun Monate sowie ein Vorrat an medizinischen Materialien für zwölf Monate gesichert worden, wodurch die Kontinuität der Gesundheitsdienste ohne Beeinträchtigungen gewährleistet bleibe.
Darüber hinaus verwies Scheich Khalifa bin Hamad bin Khalifa Al Thani auf die kontinuierliche Überwachung der Umweltindikatoren, insbesondere der Luft- und Meerwasserqualität, die rund um die Uhr kontrolliert werde. Dies habe sich auch nach dem Vorfall mit einem angegriffenen Treibstofftank in der Industriestadt gezeigt, als das Ministerium für Umwelt und Klimawandel die notwendigen Maßnahmen ergriff und bestätigte, dass weder die Luft noch die Meeresumwelt durch Verschmutzungen beeinträchtigt worden seien. Dies geschehe im Rahmen eines präzisen Umweltüberwachungssystems, das fortlaufend arbeite.
Zur Lage des Reiseverkehrs und den Verkehrsplänen bestätigte Seine Exzellenz, dass die entsprechenden Notfallpläne umgesetzt worden seien. So sei die Rückkehr von katarischen Staatsbürgern und Einwohnern, die im Ausland festsaßen, über verschiedene Grenzübergänge – darunter den Grenzübergang Abu Samra – sichergestellt worden. Gleichzeitig, fügte er hinzu, sei die Ausreise von Staatsangehörigen anderer Länder sowie von gestrandeten Reisenden über den Hamad International Airport erleichtert worden. Ihre Zahl habe mehr als 7 000 Personen erreicht, die im Rahmen begrenzter Evakuierungsflüge über temporäre Luftkorridore in Abstimmung mit den zuständigen Behörden ausgeflogen wurden.
Betreffend die Aktivierung des nationalen Warnsystems sagte der Innenminister, dass dieses System zu den wichtigsten Maßnahmen gehöre, an denen auch die Gesellschaft in den vergangenen Jahren beteiligt gewesen sei. Es sei im Rahmen der früheren Ausgaben der Übung „Watan“ trainiert worden. Einige Menschen könnten in der aktuellen Situation bemerkt haben, dass dieses System verstärkt aktiviert werde. Es werde eingesetzt, wenn zusätzliche vorbeugende Maßnahmen erforderlich seien, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und der Bevölkerung rechtzeitig Anweisungen und Hinweise zu übermitteln. Das grundlegende Ziel bestehe darin, die Gesellschaft zu schützen und über die notwendigen Verhaltensmaßnahmen in Notfällen zu informieren.
Hinsichtlich der Fortführung der Regelung zum Arbeiten aus der Ferne erklärte Seine Exzellenz, dass diese derzeit unverändert fortgeführt werde. Die Entwicklungen würden kontinuierlich beobachtet, jede Institution innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs. Die Öffentlichkeit werde über etwaige neue Entwicklungen über die offiziellen Kanäle informiert.
Des Weiteren hob Seine Exzellenz die Rolle des Innenministeriums im Dienst des Vaterlandes hervor und betonte, dass die Wahrnehmung dieser Pflicht keines Dankes bedürfe. Er würdigte auch die bedeutende Rolle des Verteidigungsministeriums sowie der Gesundheits- und Dienstleistungssektoren.
Außerdem lobte er das Bewusstsein der Bürger und Einwohner sowie ihre Einhaltung der Anweisungen und Richtlinien. Sie seien stets ein zentraler Partner beim Schutz des Vaterlandes gewesen. Dieses Verhalten sei nicht überraschend: In allen Krisen, die Katar durchlebt habe, hätten sie Bewusstsein, Zusammenarbeit und ehrenhafte Haltung gegenüber den Sicherheitsbehörden gezeigt, indem sie geschlossen hinter ihrem Land standen und so als Sicherheitsgarant und schützender Schild für die Nation wirkten.
Zum Abschluss des Gesprächs bekräftigte Seine Exzellenz Scheich Khalifa bin Hamad bin Khalifa Al Thani, Innenminister und Kommandeur der internen Sicherheitskräfte „Lekhwiya“ sowie Vorsitzender des Zivilschutzrates, dass alle zuständigen Behörden ihre Arbeit fortsetzten und sämtliche notwendigen Maßnahmen ergriffen, um das Vaterland zu schützen. Er unterstrich, dass die Sicherheit aller Menschen, die auf dem Boden dieses Landes leben, eine rote Linie und oberste Priorität bei jedem Schritt darstelle.
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