Deutscher Außenminister spricht sich gegen eine Trennung Europas von den Vereinigten Staaten aus
Berlin, den 20. Februar /QNA/ Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat sich gegen eine vollständige Abkehr Europas von den USA ausgesprochen und betont, dass die Stärkung der europäischen Souveränität nicht zulasten der transatlantischen Allianz gehen dürfe. In einer Fernsehansprache unterstrich Wadephul die unverzichtbare Rolle der Vereinigten Staaten für die europäische Sicherheitsarchitektur.
„Ohne die Vereinigten Staaten verfügt Europa über keine ausreichende Verteidigungsfähigkeit – weder im nuklearen noch im konventionellen Bereich, noch im Hinblick auf die nachrichtendienstliche Aufklärung und deren operative Nutzung. Das muss man mit aller Deutlichkeit sagen“, so Wadephul. Er verwies darauf, dass die USA vollständig in die Strukturen der NATO integriert seien.
Der Außenminister führte weiter aus, dass Washington bestrebt sei, gemeinsam mit Europa das Verteidigungsbündnis zu stärken, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Diesem Ansinnen solle Europa konstruktiv begegnen. Zugleich betonte Wadephul die Notwendigkeit, „finanzielle Mittel zu investieren und konkrete Maßnahmen voranzutreiben, um die operative Handlungsfähigkeit Europas zu erhöhen“.
Hintergrund der Äußerungen ist ein Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, der kürzlich auf der Münchner Sicherheitskonferenz für eine Neuausrichtung der transatlantischen Beziehungen plädiert hatte – basierend auf einer starken und weitgehend eigenständigen europäischen Säule innerhalb des Bündnisses.
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