IEA warnt vor anhaltender Gasknappheit im Jahr 2027
Paris, den 03. November /QNA/ Knappe Lieferungen und steigende Preise drohen den Erdgasmärkten der Welt auch 2027 – denn Europas Gasspeicher sind auf niedrige Stände gesunken, die Versorgung mit Flüssiggas bleibt ungewiss, und der Winter birgt seine eigenen Risiken.
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt in ihrem Bericht „Global Gas Security Review 2026“, dass das Angebotsdefizit einen großen Teil des kommenden Jahres überdauern könnte; bleibt das Wetter kälter als üblich und ist der Flüssiggasfluss durch die Straße von Hormus gestört, könnten die Speicher der Europäischen Union bis Ende März 2027 auf unter zehn Prozent ihrer Arbeitskapazität schrumpfen.
Sinkende Speicherstände würden Europa noch abhängiger von Flüssiggasimporten machen und den Wettstreit mit Asien und Südamerika um die verfügbaren Ladungen verschärfen, erläutert die Agentur; zugleich wüchse der Bedarf, die Speicher im Sommer 2027 wieder zu füllen, was die Knappheit am Weltmarkt bis zum Jahresende strecken könnte.
Der IEA zufolge wird das weltweite Flüssiggasangebot 2026 um drei Prozent, rund 20 Milliarden Kubikmeter, zurückgehen, während die Nachfrage um etwa 1,5 Prozent, rund 65 Milliarden Kubikmeter, sinkt – getragen von einem geringeren Verbrauch im Nahen Osten und in Europa und vom Wechsel von Gas zu Kohle in der Stromerzeugung mancher asiatischer Länder.
Anhaltenden Druck auf die Gasmärkte lassen diese Prognosen erwarten, wobei Angebot und Preise den Wechselfällen der Geopolitik, des Wetters und der europäischen Speicherstände folgen.
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