„Härtetest für die Sicherheit“: GCC-Chef warnt in Manama
Manama, den 31. Oktober /QNA/ Völkerrecht, Souveränität, gemeinsame Verteidigung, Diplomatie: Nur so lasse sich eine stabile Sicherheitsordnung am Arabischen Golf schaffen, sagte S.E. Jasem Mohamed Albudaiwi, Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats (GCC). Dazu gehörten auch sichere Seewege, verlässliche Energieversorgung, Entwicklung und internationale Partnerschaften.
Beim „Manama-Dialog 2026“, dem 22. Gipfel für regionale Sicherheit in Bahrain, betonte Albudaiwi heute: Die Sicherheit der Golfstaaten sei unteilbar – und die Stabilität am Golf ein Grundpfeiler des Weltfriedens.
„Seit dem 28. Februar steht die regionale Sicherheit vor einer äußerst gefährlichen Prüfung“, so der GCC-Chef. Iranische Angriffe hätten sowohl die GCC-Staaten und deren zivile und kritische Infrastruktur getroffen als auch Menschenleben gefordert – obwohl die Golfstaaten nicht Kriegspartei gewesen seien, ihn nie gewollt, sondern vermittelt und größte Zurückhaltung geübt hätten.
Die Folgen spüre die ganze Welt, warnte Albudaiwi: Durch die Straße von Hormus lief vor der Krise rund ein Viertel des weltweiten Ölhandels auf See. Die Störungen trieben Energiepreise, Fracht- und Versicherungskosten in die Höhe und belasteten die Lieferketten.
Ihm zufolge sind die Golfstaaten überzeugt: Militär allein bringt keine dauerhafte Sicherheit – man müsse die Ursachen von Krisen angehen und Entwicklung fördern. Er verwies auf die anhaltende Unterstützung für die legitime Regierung im Jemen und für eine umfassende politische Lösung.
Dauerhafter Frieden sei ohne eine gerechte Lösung für Palästina auf Basis der Zweistaatenlösung nicht zu haben, unterstrich er. Und Sicherheit bedeute heute auch Wasser, Ernährung und Klimaschutz.
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