Ministerpräsident und Außenminister: Katar steht weiter fest zum Libanon
Beirut, den 16. Oktober /QNA/ Klare Zusage an den Libanon: Der Ministerpräsident und Außenminister, S.E. Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani, versicherte in Beirut, Katar werde den Libanon weiter unterstützen und dem libanesischen Volk in diesen für die Region schwierigen Zeiten beistehen. Katar stehe zu Souveränität, Sicherheit, Stabilität und territorialer Einheit des Libanon und werde die libanesische Armee und die staatlichen Institutionen weiter stützen.
S.E. der Ministerpräsident und Außenminister äußerte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem libanesischen Amtskollegen, S.E. Dr. Nawaf Salam. Bei ihrem Treffen sei es darum gegangen, die engen Beziehungen zu vertiefen und die Partnerschaft vor allem in Schlüsselsektoren auszubauen. Zudem hätten beide über regionale und internationale Entwicklungen gesprochen.
„Die Weisungen S.H. des Emirs Scheich Tamim bin Hamad Al Thani lauten, den Libanon mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen, damit seine Wirtschaft wieder in Schwung kommt“, sagte Scheich Mohammed. Die Libanesen seien schon immer ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein Motor der Region gewesen.
Energie, Strom, Investitionen, Entwicklung, Wirtschaft: Auf all diesen Feldern wollen beide Länder zum beiderseitigen Nutzen enger zusammenarbeiten, wie Seine Exzellenz ausführte. Hinzu kämen gemeinsame Projekte für mehr Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in der Region.
Beim Thema Energie wurde er konkret. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein Projekt, an dem Katar und der Libanon seit Jahren arbeiteten, kurz vor der Umsetzung stehe.
Dann die Neuigkeit: QatarEnergy und TotalEnergies wollen im Libanon gemeinsam ein Solarkraftwerk entwickeln. Für Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani ist das nur der Anfang, ein erster Schritt hin zu einer umfassenderen Energiepartnerschaft, die beide Seiten gemeinsam ausarbeiten wollen. Am Ende sollen integrierte Lösungen und ein großes Investitionsprojekt stehen, von dem die libanesische Wirtschaft profitiert, ebenso wie die beteiligten katarischen Unternehmen und Institutionen.
S.H. der Emir lege zudem Wert darauf, dass gemeinsame Projekte weiterlaufen, vor allem in den Bereichen Entwicklung, Bildung und Gesundheit, so Seine Exzellenz und ergänzte, Katars Unterstützung umfasse alle Bereiche, die dazu beitragen, dass sich das Land erholt und wieder auf die Beine kommt.
Ein klares Bekenntnis legte er zur libanesischen Armee ab: „Katar war und bleibt an der Seite der libanesischen Armee – einer nationalen Institution, die für Sicherheit, Einheit und Stabilität des Landes unverzichtbar ist.“ Bei seinen Treffen mit S.E. Präsident Joseph Aoun und Armeechef General Rodolphe Haykal sei es um Unterstützung und Zusammenarbeit in der kommenden Phase gegangen.
Auch die anhaltende Eskalation im Libanon kam zur Sprache. Katar verurteile erneut die israelischen Angriffe auf die UN-Friedenstruppe UNIFIL und Israels Verstöße gegen die libanesische Souveränität, betonte der Ministerpräsident und Außenminister. Alle Seiten müssten die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats umsetzen. Israel müsse sich aus allen besetzten libanesischen Gebieten zurückziehen, seine Angriffe einstellen und sich an bestehende Vereinbarungen halten.
Katars Haltung bleibe unverrückbar, bekräftigte Scheich Mohammed: für Einheit, Souveränität, Sicherheit und Stabilität des Libanon und an der Seite aller Libanesen. In der Fünfergruppe für den Libanon setze Katar seine Arbeit fort, für Sicherheit, Stabilität und die Unterstützung der libanesischen Armee.
Lob kam von S.E. Dr. Nawaf Salam. Der libanesische Regierungschef sprach von tiefen und engen Beziehungen. Er würdigte Katars politische, wirtschaftliche und humanitäre Hilfe, gerade für die Armee, die staatlichen Institutionen und den Weg aus der Krise.
Salam verkündete zudem: Ein gemeinsames Projekt beider Regierungen zur Sanierung und Modernisierung der libanesischen Stromerzeugung sei fast unter Dach und Fach. Umgesetzt werden solle es nach dem BOT-Modell (Bau, Betrieb, Übergabe), ohne dass die libanesische Staatskasse in Vorleistung gehen müsse.
„Mein Dank gilt S.H. dem Emir, S.E. dem Ministerpräsidenten und Außenminister sowie der katarischen Regierung und dem katarischen Volk, die stets an der Seite des Libanon stehen“, sagte Salam. Diese Unterstützung setze Katars langjährige Haltung fort, etwa beim Wiederaufbau nach dem Krieg von 2006 und bei der Festigung von Stabilität und staatlichen Institutionen.
Er würdigte auch, dass Katar die Souveränität, territoriale Einheit und Stabilität des Libanon unterstütze. Gleiches gelte für die Bemühungen Beiruts um einen vollständigen israelischen Rückzug aus den besetzten Gebieten und darum, die staatliche Autorität im ganzen Land ausschließlich mit eigenen Kräften durchzusetzen.
Mit seinem katarischen Amtskollegen habe er sich bereits in Doha und am Rande internationaler Treffen ausgetauscht, zuletzt im vergangenen Monat in New York, berichtete Salam. Dabei sei es um Wege gegangen, den Krieg in der Region zu beenden. Ein weiteres Thema sei eine engere Zusammenarbeit bei Energie, Strom, Investitionen und Wiederaufbau gewesen. Ziel sei, dass Vertriebene in ihre Dörfer und Städte heimkehren und sich ihr Leben und ihre Existenz neu aufbauen können.
In New York hätten beide Seiten eine mögliche Rahmenvereinbarung über Katars Beitrag zum libanesischen Energiesektor weiterverfolgt, erläuterte er. Seitdem arbeiteten Regierungs- und Fachteams daran, aus den geprüften Optionen ein durchdachtes, umsetzbares Gesamtprojekt zu entwickeln.
Zum Schluss nochmals ein großes Dankeschön an Katar – SH. der Emir, die Regierung und das Volk. Die Libanesen wissen, was Katar für sie getan hat, sagte Salam. Die Beziehungen beruhen auf Brüderlichkeit, Solidarität und dem gemeinsamen Willen, der arabischen Region eine bessere Zukunft zu schenken.
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