Arabischer Israel-Boykott: 97. Konferenz der Verbindungsoffiziere tagt unter Beteiligung Katars in Kairo
Kairo, den 25. Mai /QNA/ Der Staat Katar hat an der 97. Tagung der Verbindungsoffiziere der Regionalbüros für den Arabischen Boykott Israels teilgenommen, die heute am Sitz des Generalsekretariats der Arabischen Liga in Kairo stattfand.
Die Delegation Katars wurde von Frau Maryam Ahmed Al Shaibi, stellvertretende Ständige Vertreterin Katars bei der Arabischen Liga, geleitet.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen mehrere Themen im Zusammenhang mit den Prinzipien und Vorschriften des Arabischen Boykotts gegen Israel. Erörtert wurden unter anderem die Anwendung des Boykotts, die Aufnahme von Unternehmen auf die Boykottliste sowie die Verwarnung oder Streichung anderer Firmen von der Liste infolge ihrer Anpassung an die Boykottregeln. Besondere Aufmerksamkeit galt der weiteren Aktivierung der regionalen Boykottbüros in den arabischen Staaten sowie der Erweiterung von Koordination, Kooperation und Austausch untereinander.
In diesem Zusammenhang bestätigte die Konferenz den Boykott mehrerer Unternehmen, die gegen die Regeln und Vorschriften des Arabischen Boykotts verstoßen, insbesondere durch Investitionen in israelische Kolonialsiedlungen sowie durch Unterstützung der israelischen Wirtschaft und Armee. Zudem wurden Verwarnungen an weitere Firmen ausgesprochen mit der Aufforderung, sich aus entsprechenden Investitionen zurückzuziehen und die Zusammenarbeit mit dem israelischen Siedlungsregime zu beenden – im Einklang mit den geltenden Boykottbestimmungen. Weiterhin wurde die Bedeutung der Arbeit der Boykottinstitutionen unterstrichen sowie deren Aktivitäten zur Umsetzung der Boykottregeln gewürdigt, insbesondere in Koordination mit dem Hauptbüro für den Arabischen Boykott zur Überwachung der Umsetzung von Beschlüssen und zur Dokumentation etwaiger Verstöße gegen die Boykottprinzipien.
Die Konferenz brachte außerdem ihre Anerkennung für die Bemühungen der internationalen Boykottbewegung "BDS" (Boycott, Divestment and Sanctions) sowie für die Solidaritätsbewegungen in verschiedenen Ländern zum Ausdruck. Sie betonte die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit zwischen dem Generalsekretariat der Arabischen Liga und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) weiter zu intensivieren, mit dem Ziel, die Mechanismen des islamischen Boykotts zu entwickeln und dessen Verzahnung mit dem arabischen und internationalen Boykott zu fördern.
An der Konferenz nahmen Delegationen aus mehreren arabischen Staaten sowie ein Vertreter der Organisation für Islamische Zusammenarbeit teil. Die Veranstaltung erfolgte im Einklang mit den wiederholten Beschlüssen arabischer Gipfeltreffen und Ministerräte, die die Notwendigkeit bekräftigen, die internationale Gemeinschaft – einschließlich Staaten, Institutionen, Unternehmen und Einzelpersonen – weiterhin zur vollständigen Einstellung jeglicher Beziehungen mit den auf besetztem palästinensischem Gebiet errichteten israelischen Kolonialsiedlungen aufzurufen. Dies schließt sowohl das Verbot der Einfuhr von Siedlungsprodukten als auch direkte oder indirekte Investitionen ein, da diese gegen das Völkerrecht verstoßen.
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