Präsident der New Grand Research Foundation: Die Erklärung von Granada legt den Grundstein für die gemeinsame Bekämpfung von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus
Doha, den 08. Dezember /QNA/ SE Dr. Khalid bin Fahad Al Khater, Präsident und Gründer von New Ground Research, erklärte, dass die Granada-Erklärung zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus, die auf dem Doha-Forum 2025 verabschiedet wurde, eine solide Grundlage für weltweite Bemühungen zur Bekämpfung beider Formen des Hasses bildet. Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Veröffentlichung der Erklärung sagte SE, das Dokument sei das Ergebnis dreijähriger intensiver Arbeit, die von eingehenden Konsultationen und Expertengesprächen in politischen und akademischen Kreisen geprägt war. Er fügte hinzu, dass die Idee, einen einheitlichen Rahmen zur Bekämpfung beider Phänomene zu schaffen, auf mehreren wichtigen Überlegungen beruht, insbesondere darauf, dass Islamfeindlichkeit lange Zeit isoliert behandelt wurde und Maßnahmen dagegen getrennt von denen gegen Antisemitismus entwickelt wurden und umgekehrt. Er wies auf das Fortbestehen eines weit verbreiteten Irrglaubens hin, dass Muslime Juden allein aufgrund ihrer Religion von Natur aus feindselig gegenüberstehen und dass Juden ebenso Muslimen allein aufgrund ihrer Religion von Natur aus feindselig gegenüberstehen. Er betonte, dass die Granada-Erklärung dieses falsche Narrativ entschieden widerlegt, das oft für politische Zwecke instrumentalisiert wird und dabei sowohl muslimische als auch jüdische Gemeinschaften schädigt. Er erläuterte ferner, dass zeitgenössische Ausprägungen der Islamfeindlichkeit Politiken und Rhetorik fördern, die jenen ähneln, die einst gegen jüdische Gemeinschaften in Europa gerichtet waren, und hob damit die klaren Gemeinsamkeiten zwischen beiden Phänomenen hervor. Die Granada-Erklärung schaffe, so sagte er, einen grundlegenden Rahmen, um internationale Anstrengungen zur Bekämpfung beider Formen des Hasses zu vereinen.
SE erläuterte, dass die Granada-Erklärung vollständig mit internationalen Menschenrechtsstandards im Einklang stehe und den Prioritäten der Vereinten Nationen entspreche. Sie biete einen praktischen Rahmen, um ihre Prinzipien in den Bereichen Bildung, Menschenrechte und Sozialpolitik in die Tat umzusetzen. Er fügte hinzu, dass die Erklärung in ihrer Präambel Regierungen, Institutionen, Unternehmen und Organisationen dazu aufrufe, diese Prinzipien zu übernehmen und in Bildungs-, Medien-, Regulierungs-, Rechts- und Gesetzesrahmen zu integrieren. Dabei betonte er, dass die Granada-Erklärung einen ersten Schritt hin zu einem neuen internationalen Ansatz darstelle.
In einer einleitenden Keynote unterstrich SE Alvaro Renedo Zalba, Botschafter des Königreichs Spanien im Staat Katar, die dringende Notwendigkeit, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus gleichzeitig anzugehen. Er betonte die Bedeutung konzertierter globaler Anstrengungen, um Polarisierung zu verringern und Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen, und merkte an, dass diese Vision von der spanischen Stadt Granada symbolisiert werde.
Simona Cruciani, Vertreterin des Büros des UN-Sonderberaters für die Verhütung von Völkermord, äußerte ihrerseits die Überzeugung, dass die Granada-Erklärung neue Horizonte für einen umfassenden und inklusiven gesellschaftlichen Ansatz zur Bekämpfung aller Formen der Diskriminierung eröffnen werde. Sie sagte, die Erklärung werde auch die Zusammenarbeit bei der Entwicklung kohärenter und wirksamer Strategien zur Bekämpfung der Phänomene Islamfeindlichkeit und Antisemitismus stärken, und bekräftigte ihre volle Unterstützung für diese wegweisende Initiative.
Die Sitzung umfasste auch Beiträge mehrerer Experten, die an der Ausarbeitung der Erklärung mitgewirkt hatten. Professor Brian Klug, Honorary Fellow für Sozialphilosophie an der Universität Oxford, sagte, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit seien eng miteinander verwoben und träten oft gemeinsam zutage, was die Notwendigkeit unterstreiche, beiden gleichzeitig entgegenzutreten. Die Granada-Erklärung der Prinzipien biete einen klaren Rahmen, um dieses Ziel zu erreichen.
Nach mehreren Sitzungen der Initiative, die in Doha stattfanden und von New Ground Research organisiert wurden, wurde im vergangenen April in Granada, Spanien, eine Rundtischdiskussion einberufen, die zur Ausarbeitung der Granada-Erklärung der Prinzipien führte. Granada wurde aufgrund seiner tiefgreifenden historischen Bedeutung für Muslime und Juden ausgewählt und steht als bleibendes Symbol für Koexistenz, Stabilität und gemeinsamen Wohlstand zwischen verschiedenen Gemeinschaften.
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