Doha-Forum 2025 … Syriens Außenminister: „Wir haben große Fortschritte gemacht – jetzt wollen wir normale Beziehungen zu allen!"
Doha, den 07. Dezember /QNA/ Seine Exzellenz Asaad Hassan Al Shaibani, Außenminister der Arabischen Republik Syrien, erklärte in einer Sitzung unter dem Titel „Das neue Syrien nach einem Jahr – Bewertung von Fortschritten, Chancen und Herausforderungen“ im Rahmen des Doha-Forums 2025, dass sein Land innerhalb nur eines Jahres Erfolge erzielt habe, für die unter normalen Umständen viele Jahre erforderlich gewesen wären – trotz erheblicher innerer und äußerer Herausforderungen.
Er betonte, dass die Phase nach dem 8. Dezember 2024 einen Wendepunkt in der jüngeren Geschichte Syriens markiert habe. Nach Jahren des Krieges hätten die Syrerinnen und Syrer ihr Vertrauen in sich selbst und in die staatlichen Institutionen zurückgewonnen.
Al Shaibani führte aus, dass es der aktuellen Regierung dank breiter öffentlicher Unterstützung und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gelungen sei, Sicherheit und Stabilität zu festigen. Die wirtschaftliche Lage bleibe jedoch schwierig, insbesondere unter dem Druck der internationalen Sanktionen – allen voran der sogenannten Caesar Act.
Er erklärte weiter, dass die Befreiung Syriens den Umfang des institutionellen Niedergangs sowie der belasteten außenpolitischen Beziehungen sichtbar gemacht habe, die das Land vom vorherigen Regime übernommen habe. Vor diesem Hintergrund stelle die Etablierung einer ausgewogenen Außenpolitik in einer stark polarisierten Region eine erhebliche Herausforderung dar.
Der syrische Außenminister betonte zugleich, der israelische Faktor stelle weiterhin das gravierendste Risiko für die regionale Stabilität dar, und unterstrich die Notwendigkeit eines vollständigen Rückzugs aus den syrischen Territorien sowie eines Endes sämtlicher Interventionen. Zugleich bekräftigte er das Festhalten von Damaskus am Truppenentflechtungsabkommen von 1974 sowie die Fortsetzung eines von den Vereinigten Staaten vermittelten Verhandlungsprozesses..
Auf innenpolitischer Ebene verwies Al Shaibani auf Fortschritte in den Bereichen Energie, Sicherheit, Verkehr und öffentliche Freiheiten. Für das Jahr 2026 stellte er einen wirtschaftlichen Wendepunkt in Aussicht – getragen von Investitionen aus den USA, Katar, Saudi-Arabien und der Türkei.
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