NHRC-Vorsitzende trifft UN-Vertreter und Diplomaten
Doha, den 06. Dezember /QNA/ Ihre Exzellenz Maryam bint Abdullah Al Attiyah, Vorsitzende des Nationalen Menschenrechtskomitees (NHRC), traf heute getrennt mit Ihrer Exzellenz Vanessa Frazier, Sonderbeauftragte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Kinder und bewaffnete Konflikte, mit Seiner Exzellenz Richard Bennett, Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage in Afghanistan, sowie mit Seiner Exzellenz Dr. Ali Salehabadi, Botschafter der Islamischen Republik Iran im Staat Katar, zusammen.
Treffen mit der UN-Sonderbeauftragten Vanessa Frazier
Während ihres Gesprächs mit Vanessa Frazier erörterte Frau Al Attiyah die Rolle und Prioritäten des NHRC, insbesondere den Schutz der Kinderrechte und die Stärkung gefährdeter Gruppen. Sie erläuterte zudem das NHRC-Mandat entsprechend den Pariser Prinzipien sowie seine institutionelle Unabhängigkeit.
Ihre Exzellenz betonte, dass das NHRC den Rechten von Kindern – insbesondere von Kindern mit Behinderungen – oberste Priorität einräumt, da sie zu den Gruppen gehören, die am dringendsten Schutz und Unterstützung benötigen.
Gleichzeitig hat sie darauf hingewiesen, dass Katar einen wichtigen Schritt durch die Verabschiedung des Gesetzes über Menschen mit Behinderungen unternommen hat, das auf die Ermächtigung dieser Gruppe und ihre vollständige gesellschaftliche Teilhabe abzielt.
Al Attiyah würdigte die Unterstützung Katars für die Bemühungen der Vereinten Nationen zum Schutz von Kindern in Konfliktsituationen und sprach die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit Verletzungen ihrer Rechte an – darunter der Entzug des Zugangs zu Bildung, Gewalt und psychische Traumatisierung.
Das Treffen befasste sich außerdem mit Wegen des Ausbaus bilateraler Zusammenarbeit, darunter:
– Organisation gemeinsamer Workshops oder Seminare über den Schutz von Kindern in Konflikten,
– Austausch von Expertise zwischen nationalen und UN-Spezialisten im Bereich Monitoring und Dokumentation,
– Teilnahme an spezialisierten Schulungsprogrammen für nationale Akteure in Katar,
– Möglichkeit, hochrangige Veranstaltungen oder Treffen in Doha zu Themen rund um Kinder und bewaffnete Konflikte auszurichten.
Treffen mit dem UN-Sonderberichterstatter Richard Bennett
Beim Treffen zwischen die NHRC-Chefin und Richard Bennett wurden verschiedene Themen im Zusammenhang mit den internationalen Menschenrechtsbemühungen in Afghanistan erörtert, zusätzlich zu einer Darstellung der Arbeit des NHRC sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Frau Al Attiyah ging auf die wichtigsten Berichte und Initiativen des Sonderberichterstatters zur Menschenrechtslage in Afghanistan ein – insbesondere zur Situation von Frauen und Mädchen in Bezug auf Bildung, Arbeit und Bewegungsfreiheit sowie zum Schutz von Minderheiten und der Pressefreiheit.
Beide Seiten erörterten die Möglichkeit einer Zusammenarbeit im Austausch von Expertise und Analysen zu Menschenrechtsfragen, etwa durch die Organisation von Workshops oder Seminaren zum Schutz besonders gefährdeter Gruppen sowie zur Unterstützung internationaler Bemühungen um Rechenschaftspflicht und zur Bekämpfung von Straflosigkeit.
Ihre Exzellenz bekräftigte die Bereitschaft des NHRC, technische oder menschenrechtliche Unterstützung in den Bereichen Bewusstseinsbildung und Ausbildung zu leisten.
Treffen mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran
Beim Treffen mit Seiner Exzellenz Dr. Ali Salehabadi erörterte Al Attiyah die Prioritäten des NHRC, darunter die Förderung der Rechte von Arbeitsmigrantinnen und -migranten und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zusätzlich zur Unterstützung besonders schutzbedürftiger Gruppen wie Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen.
Sie hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den nationalen Menschenrechtsinstitutionen beider Länder hervor, um den Austausch von Fachwissen und den Aufbau von Kapazitäten zu fördern.
Das Gespräch umfasste zudem die Zusammenarbeit im Bereich der Kinderrechte, insbesondere in Bezug auf Bildung, Schutz vor Ausbeutung, Gesundheitsversorgung und soziale Betreuung, sowie den Austausch von Expertisen und Programmen zur Stärkung des Kinderschutzes.
Weiter wurde die Möglichkeit erörtert, die Zusammenarbeit im Bereich Menschenrechtsbildung und -ausbildung zu intensivieren und gemeinsame Trainingsprogramme in Bereichen wie Gesetzgebung, Schutzmechanismen und der Förderung einer Menschenrechtskultur zu entwickeln.
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