Doha-Forum 2025: Wer trägt Verantwortung? Wege zum Frieden in Gaza im Fokus
Doha, den 06. Dezember /QNA/ Der Doha-Forum 2025 widmete sich heute in einer hochrangigen Sitzung den Folgen der jüngsten Eskalation in Gaza sowie den Reaktionen regionaler und internationaler Akteure – vor dem Hintergrund eines fragilen Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas.
Die Sitzung trug den Titel „Gaza-Berechnungen: Neubewertung globaler Verantwortlichkeiten und Wege zum Frieden“ und wurde von Dr. Comfort Ero, Leiterin der International Crisis Group, moderiert.
Die Redner beleuchteten die Interaktion internationaler und regionaler Kräfte mit den politischen und humanitären Dimensionen des Konflikts sowie die Rolle externer Akteure, die entweder zu Deeskalationsbemühungen beitragen oder die Lage weiter verkomplizieren können.
Spanischer Außenminister: Ein „Hoffnungsschimmer“ für den Übergang zur Phase 2
Seine Exzellenz José Manuel Albares, Außenminister Spaniens, führte aus, es gebe einen Hoffnungsschimmer für einen raschen Übergang zur zweiten Phase der Bemühungen um eine vollständige Festigung des Waffenstillstands.
Er unterstrich, dass das fortgesetzte Sterben von Zivilisten unannehmbar sei.
Albares rief zu einer umfangreichen humanitären Hilfe unter vollständiger Neutralität der Vereinten Nationen auf und forderte, den Bewohnerinnen und Bewohnern Gazas Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu garantieren.
Zugleich hob er hervor, dass die Palästinensische Autonomiebehörde im Zentrum jeder Übergangsregelung stehen müsse, und warnte vor einer möglichen Katastrophe infolge des finanziellen Zusammenbruchs der PA.
Saudi-Arabien: Zwei-Staaten-Lösung einziger Weg zu dauerhaftem Frieden
Dr. Manal Radwan, Bevollmächtigte Ministerin im Außenministerium des Königreichs Saudi-Arabien, bekräftigte, dass die Zwei-Staaten-Lösung der einzige Weg zu nachhaltiger Sicherheit sei. Sie verwies darauf, dass die globale Koalition zur Umsetzung dieser Lösung mit dem 20-Punkte-Friedensplan übereinstimme.
Sie machte deutlich, dass Gaza untrennbar zur palästinensischen Frage gehört – und dass fehlende politische und sicherheitspolitische Rechte für die Palästinenser echte Sicherheit für niemanden möglich machen.
Zudem sagte Frau Radwan, die derzeitige israelische Regierung verweigere die Zwei-Staaten-Lösung und sei kein verlässlicher Partner für einen echten Friedensprozess.
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