Gaza kurz vor dem Komplett-Kollaps! Städte flehen um Soforthilfe – kein Treibstoff mehr
Gaza, den 30. November /QNA/ Angesichts der sich verschärfenden Treibstoffkrise im Gazastreifen haben die dortigen Kommunen vor einem nahezu unausweichlichen Kollaps der elementaren Versorgungsleistungen gewarnt. Der israelische Stopp der Einfuhr ausreichender Treibstoffmengen gefährde den Betrieb zentraler kommunaler Infrastruktur zunehmend.
Wie der Verband der Kommunen des Gazastreifens in einer am heutigen Sonntag veröffentlichten Erklärung mitteilte, reichten die seit dem Waffenstillstand gelieferten Mengen über fünfzig Tage hinweg lediglich aus, um rund fünf Tage lang Straßen zu öffnen, Trümmer zu beseitigen und die Bewegungen der Vertriebenen zu erleichtern. Die wenigen, von Israel zugelassenen Lieferungen unterlägen der Verwaltung des UN-Büros für Projektdienste (UNOPS), das offensichtlich nicht mehr in der Lage sei, den Mindestbedarf der Kommunen zu decken.
Der Verband warnte davor, dass die Fortsetzung der Krise das Leben der Zivilbevölkerung akut gefährde. Rettungseinsätze für Binnenvertriebene, Maßnahmen zur Bewältigung der winterlichen Tiefdrucklagen sowie das Freiräumen zerstörter Gebiete könnten kaum noch erfolgen. Etwa 85 Prozent der kommunalen Gebäude, Anlagen und Fahrzeuge seien beschädigt oder zerstört, was die Leistungsfähigkeit der Kommunen erheblich unterminiere.
Die Kommunen forderten daher eine umgehende, reguläre Bereitstellung von Treibstoff, um essenzielle Dienste aufrechtzuerhalten.
Bereits in der vergangenen Woche hatte die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Janez Lenarčič, auf die dramatische humanitäre Entwicklung im Gazastreifen hingewiesen. Die Familien lebten „am Rand des Abgrunds“, sagte der Kommissar; Experten warnten vor einem „katastrophalen Winter“, da selbst grundlegende Lebensbedarfe kaum noch verfügbar seien.
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