Schura-Chef: Katar macht Frieden, Sicherheit und Entwicklung zu Grundpfeilern seiner Politik
Islamabad, den 11. November /QNA/ Seine Exzellenz der Vorsitzende des Schura-Rates, Hassan bin Abdullah Al Ghanim, hat betont, dass der Staat Katar unter der weisen Führung Seiner Hoheit des Emirs Scheich Tamim bin Hamad Al Thani Frieden, Sicherheit und Entwicklung zu tragenden Säulen seiner Innen- und Außenpolitik gemacht habe. Frieden, so Herr Al Ghanim, könne nicht auf Macht, sondern nur auf Gerechtigkeit und Dialog gegründet werden, während echte Sicherheit nur dann bestehe, „wenn der Mensch in Würde, Sicherheit und Fairness leben kann“.
In Islamabad sprach Seine Exzellenz vor der Konferenz der Parlamentspräsidenten über Katars Rolle als Vermittler. Das Land, so sagte er, setze auf Dialog und gegenseitiges Verständnis, nicht auf Macht und Konfrontation. Besonders im Gazastreifen engagiere sich Katar, um die israelische Aggression zu beenden und den Menschen vor Ort humanitäre Hilfe zu leisten.
Der Schura-Chef bezeichnete die Angriffe auf Zivilisten im Gazastreifen als „Bewährungsprobe für das Gewissen der Weltgemeinschaft“. Sie stellten, so Al Ghanim, einen eindeutigen Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Die fortgesetzte Besatzungspolitik Israels untergrabe das Vertrauen in die internationale Ordnung und trage zur Eskalation von Gewalt und Instabilität in der Region bei.
Weiter kritisierte Al Ghanim das Versagen der internationalen Gemeinschaft, Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Die wachsende Zahl von Konflikten – darunter die Lage in Gaza und im Sudan – verlange eine Erneuerung des globalen Gewissens und ein Wiedererstarken des Vertrauens in die Fähigkeit der Weltgemeinschaft, Gerechtigkeit und Stabilität herzustellen.
Er betonte, dass Sicherheit untrennbar mit Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit verbunden sei. Die Ausrichtung des zweiten Weltgipfels für soziale Entwicklung in Doha habe Katars Vision veranschaulicht, den Menschen in den Mittelpunkt der Entwicklung zu stellen und Investitionen in Bildung, Gesundheit und Empowerment als Grundlage für Frieden und Ruhe zu betrachten.
In diesem Zusammenhang hob Herr Präsident des Schura-Rates hervor, dass die Interparlamentarische Union (IPU) in Zusammenarbeit mit dem Schura-Rat ein Parlamentsforum zum Thema „Investitionen in Menschen und Institutionen“ zum Sozialgipfel in Doha veranstaltet habe, in dem die gesetzgeberische und aufsichtliche Rolle der Parlamente bei der Förderung sozialer Gerechtigkeit im Mittelpunkt stand.
Der Vorsitzende erinnerte zudem an die Ergebnisse des Gipfels, dessen „Doha-Erklärung“ betont habe, dass Frieden, Sicherheit und Entwicklung eine untrennbare Einheit bilden. Sie fordere ein gerechtes und stabiles wirtschaftliches und politisches Umfeld, das umfassende Entwicklung und Armutsbekämpfung ermöglicht.
Für Al Ghanim zeigte der Gipfel, wie wirkungsvoll Parlamente und Regierungen handeln können, wenn sie ihre Kräfte bündeln – im Dienst von Gerechtigkeit, Gleichheit und nachhaltiger Entwicklung. Entscheidend sei nun, die verabschiedeten Empfehlungen nicht bloß auf dem Papier zu belassen, sondern sie in greifbare Maßnahmen umzusetzen.
Zum Schluss appellierte Al Ghanim an die Vernunft: Die Welt brauche heute mehr denn je Stimmen, die Moral mit Realität verbinden – und Parlamente, die den Dialog suchen statt die Spaltung zu vertiefen. Diese Konferenz, sagte er, sei eine Gelegenheit, das gemeinsame Versprechen für Frieden, Entwicklung und Gerechtigkeit zu erneuern.
Zu Beginn seiner Rede dankte Al Ghanim der Islamischen Republik Pakistan für die Gastfreundschaft und lobte die Initiative des Senatspräsidenten Yusuf Raza Gilani, der die Konferenz ins Leben gerufen habe.
Die Veranstaltung, die vom pakistanischen Premierminister Muhammad Shehbaz Sharif eröffnet wurde, stand unter dem Motto „Frieden, Sicherheit und Entwicklung“. Sie zielt darauf ab, die Rolle der Parlamente in der internationalen Zusammenarbeit zu stärken – von Friedensförderung und Konfliktvermittlung bis hin zu den Bereichen Energie-, Wasser- und Ernährungssicherheit, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.
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